Login
Lebensmittelskandal

Fipronil-Skandal: Belgien will betroffene Betriebe entschädigen

Eier im Karton
Thumbnail
Katharina Krenn, agrarheute
am
17.08.2017

Vom Fipronil-Skandal betroffenen Betrieben wurden jetzt vom Staat Entschädigungszahlungen in Aussicht gestellt.

In Belgien sollen vom Fipronil-Skandal betroffene Unternehmen Unterstützung vom Staat bekommen. Die Regierung von Premierminister Charles Michel schlug am Mittwoch die Zahlung von Entschädigungen vor. Sie könnten zum Beispiel die Kosten für die Vernichtung von belasteten Eiern, aber auch Verdienstausfälle abdecken. Zudem sollen Betriebe unter Berufung auf "höhere Gewalt" Mitarbeiter vorübergehend arbeitslos melden können, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete.

Regierung unterstützt Zivilklagen

Die Regierung kündigte zudem an, sich an Zivilklagen gegen die mutmaßlichen Verantwortlichen des Skandals beteiligen zu wollen. In Belgien waren zuletzt noch 21 Betriebe wegen Fipronil-Funden gesperrt. Auf dem Höhepunkt des Skandals waren 86 Betriebe betroffen.

Von dem europäischen Fipronil-Skandal sind nach jüngsten Erkenntnissen 17 EU-Staaten sowie die Nicht-EU-Länder Schweiz, Libanon und Hongkong betroffen. Fipronil-Nachweise in Eiern aus Südkorea sollen nach neuesten Erkenntnissen nichts mit den Verunreinigungen in Europa zu tun haben.

Mit Material von dpa
Auch interessant