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EU Ad hoc Programm

Fipronil-Skandal: Deutsche Produkte waren unbedenklich

Eier in Paletten
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Dagmar Deutsch, agrarheute
am
04.05.2018

Laut einer Untersuchung waren Eier und Geflügelfleisch aus Deutschland während des Fipronil-Skandals gesundheitlich unbedenklich. Nachgewiesen wurde Fipronil in weniger als 9 von 10 Proben.

Im Spätsommer vergangenen Jahres sorgte die illegale Verwendung von Fipronil in Schädlingsbekämpfungsmitteln europaweit für Aufregung. Deutsche Produkte waren und sind jedoch gesundheitlich unbedenklich, wie jetzt eine Untersuchung zeigt.

Nach dem Auftauchen Fipronil-belasteter Eier in Belgien und den Niederlanden, gelangten Ende Juli 2017 belastete Eier aus diesen Ländern auch nach Deutschland. Spätestens, als dann auch Ermittlungen gegen deutsche Betrieb eingeleitet wurden, war das Vertrauen der Verbraucher in die Eier- und Geflügelwirtschaft gebrochen.

Proben von Januar bis November 2017

Als Antwort auf den Skandal initiierte die Europäische Kommission mit den Mitgliedsstaaten ein europaweites Ad hoc Programm. Dabei wurden Eier und Geflügelfleisch/-fett unter anderem auf Fipronil untersucht. Die deutschen Proben für das EU Ad hoc Programm wurden zwischen dem 1. Januar und 15. November 2017 genommen. Somit wurden auch ältere Proben infolge des Fipronil-Geschehens im Spätsommer 2017 nachträglich untersucht.

Im Rahmen des EU Ad hoc Programms haben die Behörden der deutschen Bundesländer insgesamt 2.149 Proben genommen und 16.672 Analyseergebnisse erzielt. In 92 Prozent der untersuchten deutschen Proben wurde kein Fipronil nachgewiesen. Von den positiven Proben überschritt keine die gesundheitsbedenklichen Grenzwerte.

Risikowerte in keinem Fall überschritten

Von 1.441 untersuchten Eiern von Hühnern wurde nur in 103 Fipronil nachgewiesen. Das entspricht 7 Prozent. Der höchste gemessene Fipronilgehalt betrut 0,45 mg/kg. Damit überschritt keine der Proben den entsprechenden vom Bundesinstitut für Risikobewertung als potentiell gesundheitlich bedenklich angesehenen Wert von 0,72 mg/kg.

Bei Masthähnchen und –hühnern wurde nur in 2 Prozent der Proben Fipronil nachgewiesen, bei Suppenhühnern bei 23 Prozent der Proben. Auch hier lagen die Fipronilgehalte unterhalb des entsprechenden als potentiell gesundheitlich bedenklich angesehenen Werts des BfR.

Mit Material von Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

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