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Politik international

Fischer Boel will Lebensmittel-Versorgung verbessern

von , am
18.11.2009

Rom - Beim dreitägigen Gipfel der UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) betonte EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel, dass nach einer Phase steigender Lebensmittelpreise nun die Zeit gekommen sei, sich auf die Nahrungssicherung zu konzentrieren.

© jean-marie LANLO/fotolia

Die Schlüsselfaktoren sind für Fischer Boel dabei Infrastruktur, Technologie, Handel sowie weltweite Steuerung und Zusammenarbeit, wie der österreichische Agrarpressedienst AIZ berichtet.

Im Bereich der Infrastruktur seien nicht nur das Transportwesen, sondern auch landwirtschaftliche Einrichtungen wie Lagerhallen, Schlachthöfe und Wassermanagement-Ausrüstung gemeint, wo Investitionen nötig wären. Im Hinblick auf die Technologie hieß es, dass diese notwendig sei, um mehr Nahrung mit weniger zu erzeugen, wobei Fischer Boel auch die politisch umstrittenen gentechnisch veränderten Organismen (GVO) erwähnte. Dieses Thema könne nicht unter den Teppich gekehrt werden, so die Kommissarin.

Agrarhandelspolitik: Entwicklungsländer beklagen Verzerrungen

Weiter berichtete Fischer Boel, dass viele Sprecher von Entwicklungsländern Stützungen und Handelsverzerrungen bemängelt und zudem gemeint hätten, dass es keine fairen Wettbewerbsverhältnisse zwischen entwickelten und armen Ländern gebe. Dem entgegnete die Kommissarin, dass die EU seit vielen Jahren einen Reformprozess verfolge, ein großer Teil der Binnenstützungen sei darüber hinaus nicht handelsverzerrend. Außerdem werde die Agrarhandelspolitik mit den Entwicklungsländern ohnehin auch im Rahmen der Doha-Runde der Welthandelsorganisation diskutiert. Generell sei Handel nicht ein Problem, sondern die Lösung, meinte die Kommissarin. (lid)

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