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Umwelt

Fischerei: Starke Einbußen durch Hochwasser

von , am
15.07.2014

Durch die Überschwemmungen im vergangenen Jahr musste die Fischereiwirtschaft in Sachsen-Anhalt erhebliche Einbußen von bis zu 50 Prozent hinnehmen.

Behördenangaben zufolge hatte das Hochwasser 2013 in Sachsen-Anhalt verheerende Folgen für die Fischereiwirtschaft. Es habe erhebliche Schäden angerichtet, wie Thomas Pleye, Präsident des Landesverwaltungsamtes (LVwA), mitteilt. "Anlagen wurden überflutet, Fische sind durch die Wassermassen regelrecht weggeschwemmt worden oder auch in Überflutungsflächen verendet", so Pleye.

50 Prozent Einbußen

Die Fischereibetriebe Sachsen-Anhalts erreichten mit 24,9 Tonnen Speisefisch nur etwa die Hälfte des normalen durchschnittlichen Jahresertrags von 69,6 Tonnen, wie das Landesverwaltungsamt mitteilte. Die starken Überschwemmungen des vergangenen Jahres hatten allein in Sachsen-Anhalt bisherigen Schätzungen zufolge Schäden in Höhe von 2,75 Milliarden Euro angerichtet. Die Flut setzte ganze Landstriche teilweise wochenlang unter Wasser.

Hilfe beantragt

Infolge der Einbußen hatten Pleyes Angaben zufolge vier Fischereibetriebe aus dem Kreis Stendal sowie dem Burgendlandkreis Hilfen in Höhe von insgesamt rund 650.000 Euro beim Landesverwaltungsamt beantragt. Von diesen seien 344.000 Euro bewilligt worden und aktuell etwa 100.000 Euro ausgezahlt worden. Von der Flut 2013 waren in Deutschland acht Bundesländer betroffen. Am schlimmsten jedoch hatte es Sachsen-Anhalt, Sachsen, Bayern und Thüringen getroffen.
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