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Politik national

Flächenverbrauch: 30 Hektar pro Tag

von , am
10.04.2013

Berlin - Die Bundesregierung bekräftigt das Ziel, die neu in Anspruch genommene Fläche für Siedlungs- und Verkehrszwecke bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu beschränken.

Alle vier Jahre erscheint der Agrarbericht der Bundesregierung. Heute wurde er vom Kabinett verabschiedet. © Bernd Leitner/fotolia
In der Sitzung des Ausschusses am 8. April 2013 diskutierten die Mitglieder mit Vertretern der Länder und der kommunalen Spitzenverbände darüber, wie die offene Landschaft künftig noch besser als Natur- und Lebensraum sowie als landwirtschaftliche Nutzfläche erhalten werden könnte. Dabei bekräftigte die Bundesregierung das Ziel der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, bis 2020 die Neuinanspruchnahme pro Tag auf 30 Hektar zu verringern.
 

Derzeit werden 81 Hektar pro Tag verbraucht

Seit dem Jahr 2000 ist die neu in Anspruch genommene Fläche für Siedlungs- und Verkehrszwecke um rund 37 Prozent auf zuletzt 81 Hektar pro Tag gesunken. "Das zeigt, dass wir hier auf einem guten Weg sind", betonte Bundesminister Ronald Pofalla MdB, Chef des Bundeskanzleramtes und Vorsitzender des Staatssekretärsausschusses für nachhaltige Entwicklung. Auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der neue Wege zur Selbstversorgung erforderlich machen wird, soll die Entwicklung der Innenstädte gestärkt werden. "Damit wollen wir erreichen, dass an Stadt- und Ortsrändern weniger neue Flächen bebaut und versiegelt werden als bisher", erläuterte Pofalla.

Anreize für Bauvorhaben auf nicht mehr genutzten Bauflächen

Als notwendig wurden auch stärkere Anreize für Bau-, Modernisierungs- und Nachnutzungsvorhaben auf nicht mehr genutzten Bauflächen und für leerstehende Gebäude angesehen. Hierzu zählen auch die durch die Bundeswehrreform freigewordenen Konversionsflächen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben wurde gebeten, in ihren Aktivitäten noch stärker eine reduzierte Flächeninanspruchnahme zu berücksichtigen. Darüber hinaus ist beispielsweise bei der strategischen Neuausrichtung des Bundesverkehrswegeplans vorgesehen, als Teilziel eine Begrenzung der Flächeninanspruchnahme zu berücksichtigen.
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