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Wirtschaft

Fleisch-Gruppe Tönnies meldet Rekordumsatz

Externer Autor
am
17.02.2011

Rheda-Wiedenbrück - Der Fleischunternehmer Tönnies hat 2010 einen Rekordumsatz von 4,3 (2009: 4,0) Milliarden Euro erzielt.

In diesem Jahr werde ein Wert von rund 4,5 Miliarden Euro angepeilt, sagte Clemens Tönnies. Damit sei die Unternehmensgruppe aus Rheda-Wiedenbrück weiterhin Marktführer in Deutschland und die Nummer drei in Europa. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 7.430 (2009) auf 7.600. Wenn sich das Geschäft wie geplant entwickle, würden in diesem Jahr rund 150 neue Stellen geschaffen.
 
Im vergangenen Jahr wurden bei Tönnies rund 15 Millionen Schweine geschlachtet und zerlegt, nach 13,2 Millionen in 2009. Und Tönnies sieht weitere Wachstumsmöglickeiten. Vor 14 Jahren habe der Selbstversorgungsgrad bei Schweinefleisch in Deutschland bei 72 Prozent gelegen. Jetzt seien es rund 110 Prozent. Mittelfristig könnten es auch rund 150 oder 160 Prozent sein.

Krise fast überwunden

Bei Tönnies gingen rund 55 Prozent der Fleischmenge in den Export. Von den insgesamt in Deutschland geschlachteten 400.000 Bio-Schweinen seien 50.000 in den Tönnies-Betrieben verarbeitet worden. Die Zahl der zerlegten Rinder stieg um 100.000 auf rund 400.000. In wenigen Wochen werde die Krise auf dem Fleischmarkt nach den Funden von Dioxin im Futter von Geflügel und Schweinen überwunden sein, sagte Tönnies.

Produktion läuft auf Volllast

"Die Produktion läuft seit zwei Wochen auf Volllast." Die Verunreinigung des Futters sei eine "kriminelle Handlung gewesen, die man nicht verhindern kann". Den Unternehmen seien erhebliche Mehrkosten durch Lagerung und Dioxin-Tests entstanden. Auf diesen Kosten bleibe die Branche wohl sitzen. (dpa)
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