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Ernährung und Gesundheit

Fleischkonsum: Huhn lieber als gemischtes Hack

AMI/pd
am
29.01.2014

Bonn - Weniger Hack, weniger Braten, weniger Kotelett - private Haushalte fragten im vergangenen Jahr weniger Rind- und Schweinefleisch nach, dafür aber mehr Hähnchen.

Die private Nachfrage nach Fleisch sinkt weiter. Das geht aus Informationen der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) auf der Basis von Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor. Wurden 2012 bundesweit noch 1,07 Millionen Tonnen (Mio. t) Fleisch im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) nachgefragt, waren es im vergangenen Jahr 1,05 Mio. t. Gleichzeitig stieg der Preis für Fleisch um durchschnittlich 3,9 Prozent (%) oder 25 Cent je Kilogramm (ct/kg). 2012 war es ein Anstieg um 6,3 %.

Deutlicher Rückgang bei Schweine- und Rindfleisch

Am deutlichsten traf der Nachfragerückgang Schweine- und Rindfleisch. Die Nachfrage nach Schweinefleisch fiel dabei im Vorjahresvergleich um 2,1 % geringer aus, Rind verlor 1,9 %. Die Preissteigerung selbst fiel mit 3,5 % für Schwein beziehungsweise drei Prozent für Rind recht moderat aus. Deutlich stärker, nämlich um 6,5 %, stieg dabei der Preis für gemischtes Hackfleisch. Nach einem regen Zuwachs im Vorjahr entwickelte sich hier zuletzt auch die Nachfrage rückläufig.

Nachfrage nach Hähnchen beflügelt

Gegen den allgemeinen Trend stemmte sich im vergangen Jahr Hähnchenfleisch. Ein Zuwachs von 5,3 % resultierte in einer insgesamt nachgefragten Menge von 289.000 t. Hähnchen nimmt damit den klaren zweiten Platz hinter Schweinefleisch ein. Gleichzeitig ist der Preis bei Hähnchen mit einem Plus von 5,5 % überdurchschnittlich stark angestiegen.
 
Trotzdem sei Hähnchenfleisch laut Gfk-Erhebung nach wie vor eine kostengünstige Alternative. Laut Datenlage liegt es mit einem Durchschnittspreis von 4,64 Euro pro Kilogramm (Euro/kg) noch deutlich unter gemischtem Hackfleisch. Hier wird ein Durschnittspreis von 5,23 Euro/kg angesetzt.
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