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Politik national

Förderung für Mini-KWK in Gefahr

von , am
16.03.2010

Berlin - Das Bundesumweltministerium stellt offenbar die Investitionsförderung für Kleinstkraftwerke zur Disposition, die beispielsweise in den Kellern von Mehrfamilienhäusern Platz finden und Strom und Wärme gleichermaßen produzieren.

© Werkbild

Verschiedene Interessenvertretungen wie der Fachverband Biogas (FvB), der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) sprachen sich Anfang März für eine Fortsetzung des Förderprogramms des Ministeriums aus. Dieses sei bisher sehr erfolgreich gewesen und leiste einen erheblichen Klimaschutzbeitrag. Seit 2008 hat das Ministerium über das Programm Kleinstanlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mit Investitionszuschüssen unterstützt.

Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Anzahl der Anlagen bis zu einer Leistung von 50 Kilowatt von 1.800 Ende 2008 auf mehr als 4.400 im vergangenen Jahr verdoppelt. Die geförderten Anlagen erzeugen laut Angaben der Verbände insgesamt eine elektrische Leistung von über 90 Megawatt. Das Impulsprogramm sei die Chance, die Mini-KWK als wichtige Säule des KWK-Ausbaus auf dem Markt zu etablieren, betonte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Hans-Joachim Reck.

Beitrag zum Klimaschutz 

Das Ziel der Bundesregierung, den KWK-Anteil an der Stromversorgung bis 2020 zu verdoppeln, könne ohne Förderung nicht erreicht werden. Da es sich bei der KWK um die mit Abstand effizienteste Erzeugungstechnologie handele, spiele sie im Rahmen des Klimaschutzes eine entscheidende Rolle. FvB-Präsident Josef Pellmeyer erklärte, die kleinen, in vielen Anwendungsbereichen einsetzbaren Blockheizkraftwerke seien problemlos auch mit Biogas zu betreiben. Mit dem Einsatz des erneuerbaren Energieträgers Biogas werde der Klimaschutzeffekt nochmals erhöht. (AgE)

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