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Wirtschaft

Fonterra will mehr Gewinn einbehalten

Externer Autor
am
26.02.2010

Auckland - Die neuseeländische Molkereigenossenschaft Fonterra hat ihre Gewinnprognose erhöht, will den zusätzlichen Profit aber nicht an ihre Landwirte auszahlen.

Fonterra hob seine Vorschätzung für die sogenannte Gewinnzuteilung im Wirtschaftsjahr 2009/10 am oberen und am unteren Ende um je fünf Cent auf 0,40 bis 0,50 Neuseeland-Dollar je Anteil gegenüber der Prognose vom Dezember 2009. Gleichzeitig gab das Unternehmen bekannt, das Dividendenziel von 0,20 bis 0,30 Neuseeland-Dollar je Inhaberanteil unverändert zu lassen. Unter dem Strich wird Fonterra also zwischen 0,10 und 0,30 Neuseeland-Dollar der "Gewinnzuteilung " zur Stärkung der Eigenkapitalbasis einbehalten.

Fonterra-Vorstandschef Andrew Ferrier führte die besseren Gewinnaussichten in erster Linie auf Erlöse aus Desinvestitionen, höhere Profite aus Unternehmensbeteiligungen und geringere Kapitalkosten zurück. Auch den Milchauszahlungspreis für die laufende Saison hält die Genossenschaft konstant. Lediglich für Erzeuger in den australischen Bundesstaaten Victoria und Tasmanien wurde der Auszahlungspreis Mitte Februar um etwa fünf Prozent angehoben. Damit hält der Vorstand an seinem Kurs fest, die Fremdkapitalquote an der Bilanz zu verringern. Eine niedrigere Zinslast soll die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens steigern. (aiz)

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