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Wirtschaftsdünger

Forscher stellen Asphalt aus Schweinegülle her

Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
26.07.2016

US-Forscher haben eine Möglichkeit gefunden, Öl aus Gülle für den Straßenbau zu nutzen. Es wäre eine fünfmal günstigere Alternative zu Bitumen.

Ein Forscherteam der US-Universität für Landwirtschaft und Technik North-Carolina rund um die Professorin Elle Fini hat ein Verfahren entwickelt das erdölbasierte Bitumen in Asphaltmischungen zu ersetzen. Ihnen ist es gelungen, das reichhaltige Öl aus Schweinegülle zu extrahieren. Es könnte, wie Bitumen, die Gesteinsmischung im Asphalt verkleben und damit zusammenhalten, berichtet die ISN über das Gülle-Forschungsprojekt.

Fünfmal günstiger als Bitumen

Dazu soll der Asphalt, der mit Hilfe des Wirtschaftsdüngers produziert wird, rund fünfmal günstiger sein als der auf Erdölbasis. Laut Angaben der Forscher kostet die Herstellung einer Tonne Schweine-Bitumen nur rund 150 US-Dollar, das entspricht 136 Euro. Die gleiche Menge erdölbasierten Bitumens kostet laut US-Verkehrsministerium im Schnitt 750 US-Dollar und damit etwa 680 Euro.

Nebenprodukte als Dünger

Über den Geruch braucht sich niemand zu sorgen. Während des Herstellungsprozesses werden die geruchsbildenden Stoffe herausgefiltert. Und es kommt noch besser: Die Nebenprodukte, die bei der Herstellung des Schweine-Bitumens entstehen, können laut Fini als Dünger verwendet werden.

Professorin Fini hat nun mit einigen Partnern eine Firma mit dem Namen Bio-Adhesives Alliance gegründet, um das Produkt bekannter zu machen. "Unsere Vision ist es, den Landwirten und den Straßenbauern zu helfen. Wir sehen eine Win-win-Si­tu­a­ti­on," erklärt die US-Wissenschaftlerin.

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