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Umwelt

Fortschritte auf dem Weg zum internationalen Klimaschutzabkommen

von , am
18.06.2013

Bonn - Vergangenen Freitag ist die Klimakonferenz nach zwölf Verhandlungstagen zu Ende gegangen. Ziel war es, den Weg zu einem internationalen Klimaschutzabkommen im Jahr 2015 zu bereiten.

Das UN-Klimasekretariats UNFCCC ist mit dem Abschluss der Klimakonferenz von Bonn zufrieden. "Das war ein wichtiges Treffen, weil die Regierungen sich nun schneller von der Prüfung von Optionen hin zur Gestaltung und Umsetzung von Lösungen bewegen", erklärte Klimasekretärin Christina Figueres in der Abschlusspressekonferenz.
 
Die Vertragsstaaten hätten ihre zunehmende Unterstützung für den Umbau der Energiesysteme hin zu erneuerbaren Energien, mehr Energieeffizienz und der unterirdischen Speicherung von Kohlendioxyd (CCS) gezeigt und diesbezüglich auch Finanzierungsfragen diskutiert.

Länder gehen aufeinander zu

Hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung eines künftigen Abkommens habe es Vorschläge für einen gemeinsamen Bewertungsrahmen gegeben, wie Klimaschutzangebote einzelner Länder besser geprüft und eingeordnet beziehungsweise miteinander verglichen werden könnten, berichtete Figueres.
 
Daneben sei man in dem Punkt vorangekommen, wie Entwicklungsländer bei Klimaschutzmaßnahmen, die mit dem Wald in Zusammenhang stünden, unterstützt werden könnten. Schließlich hätten die Staaten diskutiert, wie das Thema Landwirtschaft in Entwicklungsländern in die Klimaverhandlungen einbezogen werden könne.

Germanwatch: Konferenz mit 'Licht und Schatten'

Die Entwicklungsorganisationen Germanwatch beurteilte die Konferenz, die das letzte große Vorbereitungstreffen für den Klimagipfel im November in Warschau war, als Veranstaltung mit "Licht und Schatten". Positiv sei unter anderem, dass die USA in den Verhandlungen über internationale Anrechnungsregeln nach fünf Jahren Blockade eingelenkt hätten. In den Gesprächen über die Möglichkeiten der wohlhabenderen Nationen, den Entwicklungsländern mit Hilfe eines Fonds beim Umgang mit den Folgen des Klimawandels zu helfen, habe es dagegen zu wenig Fortschritt gegeben.
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