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Dorf und Familie

Frag doch mal den Landwirt: 11.429 mal 'Gefällt mir'

pd
am
11.02.2015

Landwirte zeigen ihre Arbeit und das gefällt mehr als 10.000 Facebook-Nutzern. Das "Bauernwiki-frag doch mal den Landwirt" ist schon jetzt ein voller Erfolg.

Beobachtet man die Facebook-Seite des "Bauernwiki - frag doch mal den Landwirt" klicken fast minütlich Facebook Nutzer auf den Button "Gefällt mir". Die Hürde der 10.000 ist auf jeden Fall übersprungen. Wie das Landvolk Niedersachsen berichtet, stellen auf der Plattform etwa 150 Landwirte aus ganz Deutschland ihre Betriebe vor und beantworten Fragen zur modernen Landwirtschaft: Dabei gehe es um Themen wie die Ohrmarken bei Kälbern ebenso wie um die Qualität von Getreide oder den Antibiotikaeinsatz im Stall.
 

Die Landwirtschaft hat wieder ein Gesicht

"Mit der Seite ‚Frag doch mal den Landwirt‘ wollen wir alle Landwirte repräsentieren und der Landwirtschaft wieder ein Gesicht geben", erläuterte die Mitbegründerin der Initiative, Nadine Henke. Der niedersächsischen Sauenhalterin ist es dem Landesbauernverband zufolge besonders wichtig, dass kein Landwirt diffamiert oder beleidigt wird. Nach der Demonstration in Berlin mit rund 1.000 Landwirten zum Motto "Wir machen Euch satt" habe in den vergangenen Tagen vor allem der emotionale Brief von "Bauer Willi" für Aufsehen gesorgt, berichtete Henke. Darin habe dieser die Geiz-ist-geil-Mentalität der Verbraucher angeprangert. Der Brief sei fast 150.000 Mal aufgerufen und intensiv diskutiert worden, und zwar nicht nur von Verbrauchern, sondern auch von Landwirten.

Webseite: 'Massentierhaltung aufgedeckt'

Darüber hinaus verwies der Landvolkverband auf die Internetplattform"Massentierhaltung aufgedeckt. So sieht es in deutschen Ställen aus", die ebenfalls über eine Facebook-Seite verfügt. Auf der Internetseite www.massentierhaltung-aufgedeckt.de zeigt ein Zusammenschluss von Landwirtschaftsstudenten der Hochschule Osnabrück realistische Bilder aus ihren Ställen und liefert die dazugehörigen Hintergrundinformationen. Gestützt durch den gemeinnützigen Verein „Tierhaltung - modern und transparent“ wollen die Osnabrücker Studenten so mit einigen Vorurteilen aufräumen. Die Informationen umfassten bisher intensiv das Thema „Schweinehaltung“, der ständig ausgebaut und durch die Bereiche „Rinderhaltung“ und „Geflügelhaltung“ ergänzt werden solle. Aufgrund der überwältigenden Resonanz ihrer Facebook-Seite fühlten sich die Studenten bestätigt und wollten auch zukünftig interessierten Menschen die Tierhaltung näherbringen, berichtete das Landvolk.

Soziale Netze: Dem Landwirt ein Gesicht geben

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