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Dorf und Familie

Fragen zu Hanf, der Höferolle und Schlepperkauf im Ausland

Externer Autor ,
am
03.05.2013

Kann man aus der Höferolle gelöscht werden? Wie seriös sind Schnäppchenangebote aus dem Ausland? Und Hanf eine verkannte Nutzpflanze.

Häcksler beim Hanf schneiden (klick aufs Bild) © Landliveuser Inge
Hanf, der Energie-, Rohstoff- und Nahrungslieferant der Zukunft
 
Waldviech stellt eine mittlerweile fast in vergessenheit geratene Pflanze vor: "Ein Forum zum Thema Hanf, einer Nutzpflanze, deren positive Eigenschaften längst in Vergessenheit geraten sind, obwohl sie früher überall in Europa, Asien und Amerika angebaut wurde. In vielerlei Hinsicht ist Hanf (Faserhanf) eine äußerst effizente Alternative zu anderen Nutzpflanzen und hat locker das Zeug dazu, Holz, Baumwolle und Mais als Rohstoff- und Energielieferant abzulösen.  Warum ist das so? 1. Hanf ist eine unkomplizierte und extrem ertragreiche Nutzpflanze, die auf fast allen Standorten gedeiht, ganz ohne Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel. 2. Als Ausgangsstoff für Papier ist Hanf einfacher zu verarbeiten als Holz, bei einem geringeren Flächenverbrauch. 3. Textilien aus Hanf sind wesentlich umweltverträglicher und menschenfreundlicher als Baumwoll- und Kunstfasertextilien (keine Verschwendung von Erdöl, kein Pestizideinsatz, Anbau in Europa). 4. Dämmstoffe aus Hanffasern sind umweltfreundlich und schonen unsere Ressourcen. 5. Auch ein Ersatz für Plastik kann aus Hanf hergestellt werden: [hashmuseum.com] 6. Durch die Verwendung von Hanfsaat als Lebensmittel kann der Fleischkonsum reduziert werden (enthält viel Eiweiß, Fett und wichtige Omega-3-Fettsäuren). 7. Die "Abfälle", die bei der Verwertung von Hanf anfallen, liefern Energie, ganz ohne Einsatz von Stickstoffdüngern und Pestiziden (z.B. für Biogasanlagen), Hanföl ist ein hervorragender Biodiesel." nurich schreibt dazu: "die Vorteile sind schon nicht aus der Luft gegriffen, aber als Anbauer interessiert in erster Linie der Anbau und die Vermarktung. es werden die wenigsten die kplt Kette bis zum fertigen Endprodukt auf die Beine stellen. die Produktion ist auch weniger ein Problem. aber wie sieht es mit der Vermarktung aus. Ich meine vor Jahren ging schon mal eine Welle durchs Land, bei der dann viele Anbauer auf ihrer Ware sitzen blieben." Und Susanne1 fügt an: "Ich hab zwei ganz tolle Hanftaschen. Die kleine grüne wird heissgeliebt von mir, hab ich auch schon mehrfach verschenkt, kommt immer gut an! Ich find das Material klasse!!" Und Waldschrat antwortet: "Was die Vorteile dieser uralten Kulturpflanze betrifft, stimme ich dir im vollem umfang zu. Das der Zug langsam in Richtung Hanf geht, das seh ich auch so. Ob die Zeit dafür schon reif ist? hm, bist du zu früh dran, fallst du auf die Schnauze, wartest du zu lang ist der Zug abgefahren. Es gab ja bestimmte Interessengruppen, die die Hanf=Drogen Kampagne nach dem 2. Weltkrieg für ihre Produkte zu nutzen wussten (gerade in den USA). Wie stark die heute noch sind bzw wie stark ihr Interesse noch ist, keine Ahnung, während des Kriegs sah es anders aus:"

Schlepperkauf im EU-Ausland

Schueppe fragt: "Worauf ist zu achten, wenn ich einen gebrauchten Schlepper aus dem EU-Land kaufen möchte! Fahrzeugbrief,Mwst,Zulassung, Import... Im feinen Internet hab ich einen grünen Schlepper super günstig gefunden!" Freisinger warnt: "Da stehen öfter welche drin.....Vorauskasse? die wollen alle nur dein Bestes" Genauso Fendt312v "Wer so einen Schmarren glaubt, dem ist nicht zu helfen. Glaubst wirklich dass dir jemand etwas halb schenkt. So lange ihr diese Banditen unterstützt wird es sie geben." Darauf antwortet Schueppe: "Du hast natürlich recht! Es klang ja sehr verlockend, deshalb hab ich hier mal in der Runde gefragt, wer damit schon Erfahrungen gemacht hat! Ich hab heute mal mit dem Händler telefoniert, er war an einen schnellen Abschluss interessiert und auf einmal fiel das Wort Vorkasse! Da gingen natürlich die Alarmglocken richtig an! Für 340 € wollte er den Schlepper zu mir auf den Hof liefern um eine Woche zu testen und danach die Restzahlung. Hab ihn Vorgeschlagen, wenn ich die Fahrgestellnummer bekomme und ich ihn 500 km entgegen komme und die Anzahlung in bar mitbringe! Dann könnte es was werden. --- Bis jetzt hab ich nichts mehr von ihm gehört! Auffällig war auch seine deutsche Internetseite ohne Button zur Sprachübersetzung"  Und MF821 fasst zusammen: "Fahr immer selber hin , gucke sie dir an und fahr ein paar Meter damit. Ich habe welche aus Frankreich geholt und war immer sehr zufrieden damit. Aber auch jedes mal mind. 1000 km einfacher Weg. Egal die Sammlung wurde voller und voller. Bei mir wollte nie jemand Vorkasse haben oder hat einen Transport angeboten. Ich musste meinen Ar.. eh Hintern selber bewegen. Geschenkt gibt es nix und auch im Ausland kennt man die Preise gut."

Löschung aus Höferolle, ohne darüber informiert zu werden

zimmermaedchen hat ein spezielles Problem: "folgendes: Person A wird aus der Höferolle gelöscht, Person B wird der Hof zu Lebzeiten überschrieben, ohne dass Person A darüber in Kenntnis gesetzt wird. Eine Notar-Angestellte sagt: Das ist richtig, die "gelöschte" Person A muss darüber (über die Löschung und das genaue Datum) NICHT informiert werden. Nachgefragt beim Landwirtschaftsgericht folgende Auskunft: JEDE Person, die direkt innerhalb dieser Höferolle in diesen Fall involviert ist, also auch Person A, MUSS darüber informiert werden. Tja, was ist denn nun richtig? war jemand in einer ähnlichen Situation und kann weiter helfen" krissy antwortet: "Meines Wissens kann nur der Betrieb als solches in der 'Höfrrolle' eingetragen sein, keine Personen. Die Übernahme wird dann im schlechtesten Fall nach dem Testament bzw wenn nicht vorhanden nach der gesetzlichen Erbfolge geregelt.  Für die, die nicht wissen was die Höfrrolle ist: Hier wird geregelt, dass ein Betrieb bei einem Erbantrrtt bzw bei der Übernahme nicht unter mehren Erben auf geteilt werden muss bzw das der Haupterbe nicht hohe Summen auszahlen muss. Der Besitz (das Land, die Maschinen und die Tiere) wird nicht als solches betrachtet, sondern nur der Gewinn, der durch diesen erwirtschaftete wird. Der Haupterbe kriegt so 'alles' und die Erben dann 'nur' einen Bruchteil, des Nennwertes. Eine Löschung kann nur auf Antrag durch den Besitzer erfolgen oder automatisch wenn der landwirtschaftlische Betrieb als solcher gelöscht wird, die scheidenden Erben müssen darüber nicht informiert werden. Die genannte Löschung (?) hört sich mehr nach einer Enterbung an, ich weiß das sowas zum Teil schon dort vermerkt werden kann. Ich wäre mir nicht sicher ob der "Enterbte" in diesem Fall informiert werden muss. Zu dem würde ich einem Notar-Angestellten (?) nicht soviel Fachwissen zutrauen, frag mal beim Landvolk nach, die haben da Fachanwälte. Die erklären einem auch sehr anschaulich wie dieses Konstrukt 'Höferolle' funktioniert... Die Schwiegermutter (die offensichtliche Besitzerin des Betriebes?) müsste aber jeder Zeit Einsicht nehmen können in die Eintragungen." Allerdings müsstest Du den Begriff "Besitzer" gegen den Begriff "Eigentümer" austauschen. Ich vermute auch, dass der Erblasser den Hof eben nicht als Hof, sondern als Realvermögen hinterlassen wollte."
Und Matthias ergänzt: "Wenn der Hof schon vor dem Erbfall übergeben wird, kann er ja nicht mehr vererbt werden, und fällt denke ich deswegen aus der Höferolle bzw die begünstigen ändern sich . Interessant wird es aber wenn der Erbfall innerhalb von 10 Jahren nach der Übertragung eintritt dann ist doch der Betrieb wieder Teil der Erbauseinandersetzung oder sehe ich das falsch?"

Güttler GreenMaster im Maschinentest

Die Agrar_heute_redaktion hat einen Maschinentest der Agrartechnik zur Diskussion gestellt: "AGRARTECHNIK hat die ersten schönen Tage dieses Jahres genutzt und das Grünland-Pflegegerät GreenMaster von Güttler für Sie getestet! [www.agrarheute.com]" Bauer1 ist skeptisch: "Bei 12 Km/h fliegt ja noch ne menge Erde nach oben, ist das nicht doch etwas zu schnell? Hat sonst jemand Erfahrung mit dem Gerät?" Schumi1 hat auch Erfahrungen mit dem Gerät: "Wir setzen seit letztem Jahr einen Greenmaster ein. Die Maschine macht unglaublich gute Arbeit ist aber in einigen Details leider nicht zuende konstruiert. Eine Fahrgeschwindigkeit von 12 km/h kann ich nicht nachvollziehen! Zwar hängt ein effektives Arbeiten stark von den Bodenverhältnissen ab, aber ich fahre zwischen 6,5 bis 8 km/h. Nur um ha zu machen und die Saat in die Luft zu pusten, ist diese einfach zu teuer. Auch soll die Saat vor den Walzen am Boden eintreffen um dann wirksam eingearbeitet zu werden und dazu müssen sich die Walzensegmente auch dem Boden anpassen können und nicht ständig in der Luft schweben. Also ich kann nur sagen langsam fahren und ordentliche Arbeit abliefen. Die Kombination und damit die komplette Arbeit in einer Überfahrt sparen doch schon ganz viel Zeit." und JW schreibt: "zu der ganzen Grünlandnachsaat, kann ich auch was sagen. Wichtigster  Faktor ist wohl das Wetter nach der Nachsaat,(wurde hier im Forum auch schon diskutiert, Suchfunktion benutzen )sowie der Umgang mit der Nachsaat danach. Es hilft ja nix wenn zwar der Samen aufläuft aber dann erstickt. Also kann, oder sollte man ja nur Teilflächen jedes Jahr machen, um das Risiko zu minimieren. Es hört sich supi an, wenn man hört, man braucht da nur im Frühjahr einmal mit dem Grünmaster mit 12km/h drüber gehen und dann hat man super Gras was dem Prospekt entspricht , noch dazu das ganze mit Gemeiner Rispen Bekämpfung. Ich hab mir vor zwei Jahren auch ein Gerät zugelegt, einen 6mStrigel von Regent und da hab ich einen Pneumatikstreuer mit 8Praltellern montiert, bei der Rispenbekämpfung fahr ich an einem heißen Sommertag direkt nach der Ernte, dreimal am Tag mit dem Striegel drüber , zwei Tage lang , anschließend wird geschwadert und das Zeugt mit dem Ladewagen abgefahren. Da kann man dann auch sagen man hat was gegen die Gemeine Rispe getan, da ist dann zwischen den Gräsern wirklich nix mehr. Dann noch mal mit dem Gerät drüber , eben mit eingeschaltetem Sägerät , das ganze haben wir dann noch angewalzt , aber weil’s Geld bei uns auch nicht einfach so rum liegt, mit einer normalen Wiesenwalze , ab da kann man dann nur noch hoffen, dass es regnet und dann schnell mal wieder gemäht , auf keinen Fall viel Gülle."

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