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Politik international

Frankreich bleibt wichtigster Agrargeldempfänger

von , am
04.10.2010

Brüssel - Im vergangenen Jahr flossen gut 9,7 Milliarden Euro nach Frankreich. Es folgten in deutlichem Abstand Deutschland und Spanien annähernd gleichauf mit 6,7 Milliarden Euro beziehungsweise 6,6 Milliarden Euro.

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Insgesamt wurden unter der Haushaltsrubrik "Bewahrung und Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen", die auch Tiergesundheitsmaßnahmen und Fischerei umfasst, knapp 55,9 Milliarden Euro ausgegeben. Das geht aus dem jährlichen Finanzbericht der Europäischen Kommission hervor, der am Dienstag vergangener Woche erschienen ist.

Am anderem Ende der Skala steht Malta: Der Inselstaat erhielt 2009 für Direktbeihilfen, Marktmaßnahmen, ländliche Entwicklung und Fischerei zusammen lediglich 6,9 Millionen Euro.

Löwenanteil für Direktzahlungen

Bezogen auf den Agrargesamthaushalt entel der Löwenanteil der Ausgaben auf die Direktzahlungen, nämlich 39,1 Milliarden Euro. Für Marktmaßnahmen wurden annähernd 7,0 Milliarden Euro aussgegeben. Die ländliche Entwicklung konnte von 8,7 Milliarden Euro profitieren, während Beträge im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich unter anderem für Fischerei, Tier- und P anzengesundheit, dezentrale Agenturen sowie das Umweltprogramm Life+ verwendet wurden. Insgesamt belief sich der EU-Haushalt 2009 auf 118,4 Milliarden Euro, wovon 102,8 Milliarden Euro unmittelbar für Ausgaben in den Mitgliedstaaten selbst vorgesehen waren.

Deutschland blieb der größte Nettozahler

Die Bundesrepublik überwies etwa 8,1 Milliarden Euro mehr nach Brüssel, als sie zurückerhielt - ein Plus von 0,3 Milliarden Euro gegenüber 2008. Wichtige Nettogeberländer waren daneben Frankreich, Italien, die Niederlande und Großbritannien. Der mit Abstand größte Nutznießer insgesamt war Polen: Das Nachbarland konnte insbesondere aufgrund üppiger Strukturhilfen einen Nettozuuss von 6,5 Milliarden Euro verbuchen. Weitere Gewinner waren unter anderem Griechenland, Ungarn, Portugal, Rumänien und Spanien. (AgE)

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