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Politik international

Frankreich nutzt vorzeitige Auszahlung der EU-Prämien

von , am
28.10.2010

Paris - Ebenso wie die Landwirte in neun weiteren EU-Mitgliedsländern können ihre französischen Kollegen auch in diesem Jahr ab dem 18. Oktober mit einer vorgezogenen Auszahlung der Direktbeihilfen rechnen.

© Mühlhausen/landpixel

Wie das Pariser Agrarministerium  mitteilte, werden 345.000 Betriebe, also 99 Prozent der potentiell zulässigen Antragsteller, eine Vorauszahlung von 50 Prozent ihrer entkoppelten Prämien erhalten, was einem Gesamtbetrag von 2,77 Milliarden Euro entspricht. Davon nicht berührt seien jedoch Maßnahmen im Rahmen des Health Check der EU-Agrarpolitik. Diese würden bei der Zahlung des Restbetrages am 1. Dezember berücksichtigt, hieß es im Ministerium.

Nach dessen Angaben erhalten zugleich 26.850 Schaf- und Ziegenhalter, das sind 96 Prozent der Antragsteller, einen Vorschuss von 50 Prozent der in diesem Jahr in Frankreich neu eingeführten Beihilfen in Höhe von 58,2 Millionen Euro.

38.000 Rinderhalter erhalten einen Vorschuss

Des Weiteren können 38.000 Rinderhalter mit einer vorgezogenen Auszahlung von 60 Prozent der Mutterkuhprämie und des nationalen Aufschlags in Höhe von insgesamt 188,4 Millionen Euro rechnen. Wie das Ministerium weiter berichtete, haben bereits 79.100 Landwirte einen Vorschuss auf die Entschädigung für natürliche Standortnachteile (ICHN) in Höhe von 391 Millionen Euro und einen Abschlag von 107 Millionen Euro für die Agrarumweltprämie erhalten. (AgE)

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