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Wirtschaft

Frankreich: Ein Viertel der Landwirte im Stimmungstief

AgE
am
08.04.2013

Paris - Rund ein Viertel der französischen Landwirte beurteilen die wirtschaftliche Situation ihrer Betriebe als "schlecht" oder "sehr schlecht", insbesondere im Westen und Süden des Landes.

Das geht aus dem Konjunkturbarometer des Meinungsforschungsinstituts Ifop im Auftrag des Bauernverbandes (FNSEA) hervor; hierfür wurden zwischen dem 7. und dem 15. März 2013 insgesamt 1.505 Bauern telefonisch interviewt.
 
Demnach befinden sich unter den Pessimisten Gärtner sowie Rinder-, Milchvieh-, Schweine- und Geflügelhalter. Fast die Hälfte der befragten Landwirte bezeichnete hingegen die wirtschaftliche Lage ihrer Höfe als "akzeptabel", weitere 25 Prozent schätzen sie als "gut" ein, zwei Prozent sogar als "sehr gut"; darunter befinden sich insbesondere Winzer beziehungsweise Ackerbaubetriebe mit Getreide und Raps in der Fruchtfolge. Die größten Optimisten sind in Champagne-Ardenne, im Elsass und in Lothringen zu finden.
Zukunft "weniger günstig"
 
Darüber hinaus geht aus der Umfrage hervor, dass 42 Prozent der befragten Praktiker ihre Situation in den nächsten zwei bis drei Jahren als "weniger günstig" einschätzen. Unter diesen Berufskollegen befanden sich insbesondere solche, die über 60 Jahre alt sind und damit kurz vor dem Renteneintritt stehen, Ackerbauern, die 2012 ein "ausgezeichnetes Jahr" hatten, und Tierhalter; 38 Prozent gehen von einer "unveränderten" Lage aus.
Mit Blick auf das Frühjahr 2013 wurde die wirtschaftliche Situation von Betrieben über alle Produktionssparten hinweg aus der Bretagne, der Champagne, dem Elsass, aus Burgund, der Franche-Comté, aus dem Zentrum und aus Midi- Pyrénées "als relativ schlecht" bewertet, während Betriebsleiter aus Rhône-Alpes, der Aquitaine und Poitou-Charentes ihre wirtschaftliche Lage optimistischer beurteilten.
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