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Wirtschaft

Freihandel EU-USA: Die Verhandlungen können beginnen

aiz
am
08.07.2013

Brüssel/Washington - Die Abhöraffäre wird die Verhandlungen mit den USA um ein Freihandelsabkommen nicht verzögern. Die EU-Kommission holte sich Rückendeckung für einen pünktlichen Beginn.

Die EU-Kommission holte sich Rückendeckung für einen pünktlichen Beginn. Heute werden sich die Vertreter der EU und USA in Washington zum ersten Mal treffen, um über transatlantische Handelserleichterungen zu sprechen.
 
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso machte am Mittwoch in Berlin auf die wirtschaftliche Bedeutung aufmerksam, die das geplante Abkommen für beide Seiten habe.

Dauerbrenner Datenschutz

Der französische Präsident Francois Hollande wollte den Beginn der Verhandlungen zunächst verschieben, da ihm die notwendige Vertrauensbasis fehlt. Jetzt soll eine transatlantische Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die den Vorwürfen nachgeht. Es geht um ein besseres Gleichgewicht mit dem Datenschutz, erklärte Barroso. Über den Freihandel und den Datenschutz soll nun parallel verhandelt werden.

Zeitplan ist zu halten

Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach sich für einen pünktlichen Beginn der Handelsgespräche aus. Der "Spiegel " berichtet unter Berufung auf Unterlagen des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden, die USA hätten Einrichtungen der EU in Brüssel, Washington und New York gezielt ausgespäht. Strittig zwischen den USA und der EU ist insbesondere der Agrarbereich. Dort müssten die Regeln für den Umfang mit gentechnisch veränderten Futter- oder Lebensmitteln vereinheitlicht werden.
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