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Wirtschaft

Freihandelsabkommen mit Kanada: Kein Durchbruch in Sicht

aiz
am
08.02.2013

Brüssel - Ob Kanada und die Europäische Union in Freihandelsabkommen unterzeichnen bleibt unklar. Streitpunkt ist unter anderem der Milchmarkt. Kanada knüpft dessen Öffnungen an Bedingungen, die die EU nicht erfüllen will.

Der Abschluss eines Freihandelsabkommens der EU mit Kanada lässt weiter auf sich warten. An ein Ministertreffen in dieser Woche in Ottawa wurden geringe Erwartungen gestellt. Kanada fordert zollfreie Einfuhrkontingente für Rind- und Schweinefleisch. Für die gewünschten Mengen will die EU ihre Märkte aber nicht öffnen.

Angst vor Folgeforderungen durch USA

Es wird befürchtet, dass auch die USA hohe Forderungen stellen könnten, wenn man sich gegenüber Kanada "zu freigiebig" zeigt. Zudem möchte Kanada seinen Markt für Molkereiprodukte nur dann für die EU öffnen, wenn die Europäer dies mit dem Zugang von Erzeugnissen außerhalb der Landwirtschaft vergüten. Einen solchen Tausch möchte die EU aber nicht zulassen. So werden auf dem Ministertreffen Bekenntnisse abgelegt, ohne dass mit einem Durchbruch zu rechnen ist.
Freihandelsabkommen stehen zudem auf der Tagesordnung beim EU-Gipfels diese Woche in Brüssel. Die EU möchte den Handel vor allem mit den USA, Südamerika und Japan intensivieren, um am Wirtschaftswachstum in Drittländern teilhaben zu können.
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