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Wirtschaft

Freihandelsabkommen: Verhandlungen mit Japan starten

aiz
am
25.03.2013

Brüssel/Tokio - Heute ist der Startschuss für die Verhandlungen zwischen der EU und Japan über eine Freihandelszone gefallen. Ein persönliches Treffen fiel wegen der Zypern-Krise aus.

Ein ursprünglich für heute vorgesehenes Gipfeltreffen in Tokio musste aufgrund der Zypernkrise, die den Terminkalender in Brüssel durcheinandergebracht hatte, abgesagt werden. Stattdessen führten EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Ratspräsident Herman van Rompuy ein ausführliches Telefonat mit dem japanischen Ministerpräsidenten, Shinzo Abe, bei dem eine erste Verhandlungsrunde von 15. bis 19. April in Brüssel vereinbart wurde. Den Gipfel wollen die Beteiligten so schnell wie möglich nachholen.

Japan will Agrarmarkt schützen

Japan will vor allem seinen Agrarmarkt vor Importen durch hohe Einfuhrzölle und andere nichttarifäre Einfuhrbeschränkungen schützen. Neben den Lebensmittelherstellern der EU verspricht sich auch die europäische Automobilindustrie neue Absatzmöglichkeiten durch das Freihandelsabkommen.
 
Japan ist nach China der zweitgrößte Handelspartner der Europäischen Union in Asien. 2011 hat die EU Waren im Wert von 49 Milliarden Euro nach Japan exportiert, hauptsächlich Maschinen, chemische Waren und landwirtschaftliche Produkte. Die japanischen Importe in die EU machten im Gegenzug 67,5 Milliarden Euro aus. Auch sie bezogen sich mehrheitlich auf Geräte und chemische Waren. Auf dem Dienstleistungssektor betrugen die EU-Importe und -Exporte im Jahr 2011 von und nach Japan 15,9 Milliarden Euro beziehungsweise 21,8 Milliarden Euro.
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