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Politik national

Friedrich trifft französischen Amtskollegen Le Foll

von , am
10.01.2014

Bundesagrarminister Hans-Peter Friedrich betonte bei seiner ersten Auslandsreise in Paris, wie wichtig die deutsch-französische Zusammenarbeit beim Thema Landwirtschaft für beide Länder und für Europa sei.

Der neue deutsche Landwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich traf sich diese Woche mit seinem französischem Amtskollegen Stéphane Le Foll in Paris. © Cheick Saidou/Min.agri.fr
"Wenn wir uns einig sind, dann können wir alles erreichen", sagte Friedrich im Rahmen der Gespräche mit seinem französischen Amtskollegen Stéphane Le Foll. Bestimmende Themen des Treffens waren nach Angaben des BMEL die Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik in Europa, die große Bedeutung der Familienunternehmen in der Landwirtschaft sowie die Förderung des landwirtschaftlichen Nachwuchses innerhalb der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik.
 
Friedrich betonte in Paris, die Landwirtschaft müsse, wie die übrige Wirtschaft auch, die Balance zwischen Ökologie und Ökonomie halten. "Landwirte sind Unternehmer und als solche den ökonomischen Naturgesetzen unterworfen wie alle anderen Unternehmer auch. Auf den Märkten stehen sie kritischen und anspruchsvollen Verbrauchern gegenüber, für die sie qualitativ hochwertige Lebensmittel produzieren."

Gemeinsames Ziel: Junge Landwirte unterstützen

Die landwirtschaftlichen Exportquoten Frankreichs und Deutschlands machten deutlich, dass man deren Qualität auch in anderen Ländern Europas und der Welt zu schätzen weiß. Beide Minister waren sich einig, dass man junge Landwirte in Europa unterstützen müsse. "Die Zukunft der Landwirtschaft in Europa liegt in der Hand der kommenden Generation. Die Zukunft liegt nicht in der rückwärtsgewandten Verklärung früherer Zeiten, sondern in der Nutzung neuer Techniken und moderner Technologien", so Friedrich.
 
Man werde für das FAO-Kolloquium im November in Rom, bei dem es um die Umsetzung wissenschaftlicher Forschung für das Miteinander von Ökologie und Ökonomie geht, eine deutsch-französische Arbeitsgruppe einrichten. Beim Thema des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen müsse der Aspekt der nationalen Souveränität und Subsidiarität immer berücksichtigt werden, betonte Friedrich.
 
Gestern folgte ein erstes Treffen Friedrichs mit seinem polnischem Amtskollegen Stanislav Kalemba.
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