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Zecken

FSME-Fälle: Diese Landkreise sind besonders betroffen

Zeckenbiss
am Mittwoch, 07.10.2020 - 07:00 (Jetzt kommentieren)

Infektionen mit der von Zecken übertragenen FSME sind 2020 auf Rekordhöhe. Landwirte im Risikogebiet sollten sich impfen lassen.

Die von Zecken übertragbare Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) kann eine schwere Gehirnhautentzündung auslösen und ist meldepflichtig. Seit einigen Jahren steigen die Zeckenpopulationen und damit auch die Borreliose- und FSME-Infektionen. Bereits jetzt ist die Zahl der Infektionen mit FSME um 14 Prozent höher als 2018, dem Jahr mit der bisher höchsten Erkrankungszahl.

Es wurden bis zum 7. September 2020 535 Erkrankungen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Rekordjahr 2018 waren es im gleichen Zeitraum 468 gemeldete Fälle (insg. 583 Fälle).

Übersicht der Landkreise mit den meisten FSME-Fällen

Die FSME-Risikogebiete sind auf einer Deutschlandkarte blau markiert, herausgegeben vom Robert Koch Institut

Mit fast 90 Prozent aller Fälle vermeldeten Baden-Württemberg (270) und Bayern (207) die höchste Zahl von FSME-Erkrankungen. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist in Baden-Württemberg deutlicher als in Bayern, berichtet das RKI.

Eine Übersicht mit den besonderen Risikogebieten können Sie hier beim RKI herunterladen (PDF).

Kreise mit besonders hoher FSME-Fallzahl sind in Baden-Württemberg die Landkreise:

  • Calw
  • Freudenstadt
  • Ortenaukreis
  • Ravensburg
  • Reutlingen
  • Rottweil
  • Sigmaringen
  • Zollernalbkreis
  • Stadtkreis Stuttgart

Besondere FSME-Risiko-Landkreise in Bayern sind:

  • Nürnberger Land
  • Traunstein
  • Schwandorf
  • Stadtkreis Nürnberg.

FSME-Impfung in drei Stufen

Der beste Schutz vor einer FSME-Infektion ist die Impfung. In der Regel sind drei Impfungen notwendig, um den vollen Impfschutz zu erreichen. Die zweite Impfung sollte ein bis drei Monate nach der ersten Impfung erfolgen. Die dritte Impfung ist dann - je nach Impfstoff - fünf bis zwölf Monate nach der zweiten Impfung fällig.

Der Impfschutz hält mindestens drei Jahre. Nach vollständiger Impfung kann bei 99 Prozent der Geimpften mit einem vollständigen Schutz vor FSME gerechnet werden. Bereits nach zwei Impfungen besteht bei 98 Prozent ein Schutz, der allerdings nur etwa ein Jahr anhält.

Mit Material von RKI

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