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Ernährung und Gesundheit

Fuchsbandwurm: Beeren selber pfücken, ja oder nein?

Wolters Kluwer/pd
am
24.08.2013

Viele haben vielleicht noch die Warnung in den Ohren: Keine Beeren im Wald pflücken, Fuchsbandwurm-Eier könnten daran kleben. Das Robert Koch-Institut gibt Entwarnung.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts existiert kein Beleg für die Übertragung der Infektion durch Waldbeeren. © landpixel
Beeren selber pflücken - grundsätzlich eine schöne Sache, doch wie groß ist dabei die Gefahr, sich einen Fuchsbandwurm einzufangen? Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit, der im Darm von Füchsen, seltener von Hunden und Katzen lebt.
 
Für den Menschen kann der Verzehr von Fuchsbandwurmeiern in seltenen Fällen fatale Folgen haben: Die Larven können sich in der Leber festsetzen und dort röhrenförmige Blasen verursachen, die sich metastasenartig ausbreiten und das Organ schleichend zerstören. Unbehandelt endet die Wurmerkrankung (Echinokokkose) tödlich.

Seit 2001 nur 20 Erkrankungen registriert

Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt jetzt aber Entwarnung: Die seit 2001 meldepflichtige Erkrankung wurde seitdem nur etwa 20-mal pro Jahr registriert. Eine Aufnahme der Wurmeier geschieht zudem ausschließlich durch kontaminierte Hände - entweder nach direktem Kontakt mit dem infizierten Endwirt (Fuchs, Hund oder Katze), an dessen Fell die Eier haften können, oder durch Umgang mit verseuchter Erde.
 
Einen Beleg für die Übertragung der Infektion durch den Verzehr von Waldbeeren (oder Pilzen) gibt es dagegen nicht. Die Gefahr, sich zu infizieren, ist somit bei Hundebesitzern höher als beim Sammeln und Essen von Waldfrüchten.
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