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Dorf und Familie

Fünf Fragen an... - Carsten Bergstedt

Angelika Sontheimer
am
12.01.2012

In unserer Reihe "Fünf Fragen an..." stellen wir Ihnen interessante Menschen vor. Heute: Carsten Bergstedt, Marketingleiter bei Weda in Lutten.

Steckbrief:
 
Carsten Bergstedt, M.A., wurde 1963 in Delmenhorst geboren, ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. Nach den Studien in Bauwesen, Sozialwesen und Andragogik mit Schwerpunkt: Sozial- und Bildungsmarketing erfolgte der Berufsstart im sozialen Bereich, unter anderem arbeitete er mit „schwer erziehbaren Kiezkindern“. Danach folgten lange Jahre in der Erwachsenenbildung, nebenbei ein Lehrauftrag an der Uni Vechta und eine selbstständige Tätigkeit als Fundraiser für diverse soziale Organisationen.
 
Der Einstieg in die Agrarbranche begann 2006 als Schulungsleiter bei Big Dutchman. Seit 2009 ist Carsten Bergstedt als Marketingleiter bei WEDA in Lutten beschäftigt. Weitere Aufgaben und Ämter: Zweitprüferstatus an der FHWT in Vechta, Mitglied im Exportleiterkreis der IHK Oldenburg, Mitglied im AAW der Bauförderung Landwirtschaft (BFL). Seine Hobbies: „3M“:Marathon, Musik, Motorrad

1. Welche Bedeutung hat eine gute Kommunikation für die erfolgreiche Marketing- und PR-Arbeit?

Für einen erfolgreichen Marketingprozess ist gute Kommunikation absolut notwendig. Was nützt einem die beste Idee, das innovativste Produkt, der höchste Nutzen, wenn es nicht gelingt genau dieses dem Kunden mitzuteilen? Das setzt allerdings ein hohes Maß an Kenntnis über die jeweilige Zielgruppe voraus. Daran orientiert sich dann die Ansprache und die Wahl der Kommunikationsinstrumente. Und: Kommunikation darf nie nur in eine Richtung gehen. Das ist letztlich eine Frage des Menschenbildes. Für die PR-Arbeit gilt dies ganz besonders. Ich finde es ausgesprochen wichtig, nicht nur zu informieren sondern zusammenzuarbeiten. Ein Feedback, also der nachhaltige Austausch mit den Fachjournalisten, ist mir sehr wichtig. So macht das Arbeiten nicht nur mehr Spaß, sondern es nützt allen Beteiligten viel mehr.

2. Wie wichtig sind Ihnen soziale Kontakte?

Sehr wichtig! Soziale Kontakte sind meine Kraftquelle. Ich kann mich zwar sehr gut alleine aushalten, doch ohne Kontakte würde ich langsam vertrocknen, wie die berühmte Primel. Meine Familie, meine Freunde und die Menschen mit denen ich meine Hobbys teile, bereichern nicht nur mein Privatleben, sondern auch meine tägliche Arbeit. Ich lebe jetzt schon über die Hälfte meines Lebens in Südoldenburg und fühle mich entsprechend verwurzelt. Land und Leute gefallen mir, und das Freizeitangebot passt. Die Gegend ist jung und dynamisch. Was will man mehr!

3. Welches Tier begegnet Ihnen bei Ihrer täglichen Arbeit am meisten und was fällt Ihnen spontan zu diesem Tier und seinen Bedürfnissen ein?

Natürlich das Schwein. Weda beschäftigt sich ja ausschließlich mit der Haltung von Schweinen. Ich finde Schweine spannend, weil Sie lustig aussehen, intelligent und darüber hinaus sehr soziale Tiere sind. Das stellt nicht nur meine Arbeit, sondern ganz besonders die Kollegen aus Entwicklung und Technik vor immer neue Herausforderungen.

4. Bitte den Satz vollenden: "Stalleinrichtung und Fütterungstechnik müssen ...

qualitativ hochwertig, technisch innovativ und langlebig sein, die Bedürfnisse der Tiere und die der Tierhalter erfüllen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.“

5. Woran denken Sie beim Stichwort "Dilettanten"?

Ganz spontan natürlich an das Dilettantenfestival in Vechta! Die Idee dieses musikalischen Festivals für Nichtprofis ist vor zehn Jahren bei einem Wintergrillen zu fortgeschrittener Stunde entstanden. Laienmusiker bekommen für maximal eine halbe Stunde die Chance, einmal auf einer großen Bühne vor Publikum Musik zu machen. Die Veranstaltung hat mittlerweile Kult-Status erreicht. Beruflichen Dilettantismus kann ich allerdings nur sehr schwer ertragen.
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