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Dorf und Familie

Fünf Fragen an ... - Dirk Gieschen

Angelika Sontheimer
am
30.11.2011

In unserer Reihe "Fünf Fragen an..." stellen wir Ihnen interessante Menschen vor. Heute: Dirk Gieschen, Inhaber der gmc Marketing & PR-Agentur sowie Geschäftsführer der Tarmstedter Ausstellungs GmbH.

Steckbrief
 
Dirk Gieschen ist 48 Jahre, verheiratet und hat zwei Kinder. Aufgewachsen ist er auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Gnarrenburg-Glinstedt, journalistisch aktiv war er bereits mit 14 in einer Schülerzeitung. Nach seiner landwirtschaftlichen Ausbildung und dem Studium der Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Ökonomie in Göttingen erfolgte 1989 der Berufseinstieg im Bereich Marktanalysen und PR bei der Burgdorfer Marketing Agentur Plass. 1993/1994 wechselte Dirk Gieschen ins Marketing bei der MUK AG/Transthermos GmbH, Bremen. Ende 1994 machte er sich mit der Werbe- & PR-Agentur gmc Marketing & PR selbstständig und ab 2001 ist er zusätzlich im Nebenberuf Geschäftsführer der Tarmstedter Ausstellungs GmbH.

Was fasziniert Sie an der Kombination Landtechnik und Messe?

Diese Kombination übt schon seit langem eine Faszination auf mich aus. Messen sind tolle Treffpunkte, an denen man ins Gespräch kommt und sie zeigen die Maschinen zum Anfassen. Schon als kleiner Junge habe ich auf der Tarmstedter Ausstellung die Prospekte der Landtechnik-Händler gesammelt, genau wie es die Jungs heute auch tun. Die Maschinen begeisterten mich schon immer, früher allerdings mehr im Siku-Format, heute eher im Vollformat.
 
Was motiviert Sie?
 
Erfolge im Team und Teams zu Erfolgen zu führen.
 
Wo können Sie am besten entspannen?
 
Zuhause mit meiner Familie, auf Inlinern oder beim Laufen, gern auch im Stadion bei Werder Bremen oder bei den Spielen der Tarmstedter "A-Jugend", aber auch beim Skat mit der Clique.
 
Bitte den Satz vollenden: Marketing ist ...
 
... ein Dauerlauf mit geplantem Ziel. Sprints helfen auch hier nur kurzfristig. Aber es darf kein endloser Marathon sein. Man muss auch rechtzeitig erkennen, wenn der Weg nicht zum Ziel führt. Wenn das passiert, liegt es meist an der Strategie oder an der Fehleinschätzung des Marktes und des eigenen Unternehmens.
 
Wo sehen Sie die Hauptherausforderungen für die heutige Landwirtschaft in der Kommunikation?
 
Wir müssen uns einerseits die Akzeptanz erarbeiten, indem wir den Fortschritt erklären. Andererseits müssen wir aber akzeptieren, dass Nachbarn und Verbraucher verunsichert und zum Teil auch aufgebracht sind. Oftmals suchen sie aber nur nach ehrlichen Informationen, warum etwas Sinn macht oder sogar sein muss. Nachbarn wollen informiert und nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden - sonst gibt es "Stall21"-Desaster vor der eigenen Tür. Früher hatte fast jede Familie Kontakt zur Landwirtschaft und hat deshalb verstanden, was passiert. Jetzt gilt es zu erklären, warum es die alte Idylle nicht mehr gibt - und was heute besser ist. Das ist bei der heutigen Diskussionskultur eine echte Herausforderung für uns alle. 
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