Login
Wirtschaft

Fünf Fragen an... - Hubert Papp

Angelika Sontheimer
am
26.05.2011

In unserer Rubrik "Fünf Fragen an…“ stellen wir Ihnen interessante Persönlichkeiten aus der Agrarbranche vor. Heute: Hubert Papp, Geschäftsführer der BI Vetmedica GmbH in Ingelheim

Zur Person: Hubert Papp ist 51 Jahre alt und hat nach seiner landwirtschaftlichen Lehre Landwirtschaft an der FH Weihenstephan und der University of Minnesota studiert. Er startete bei der Deutschen PIG als Produktionsbetreuer und ist seit 1990 bei Boehringer Ingelheim. Dort kam er über Tätigkeiten im Vertrieb und Marketing in die Geschäftsleitung und ist seit 2005 Geschäftsführer der BI Vetmedica GmbH.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf?

Die Verbindung schaffen zu können zwischen einem forschenden Tiergesundheitsunternehmen, unseren Kunden den Tierärzten bis hin zu den landwirtschaftlichen Betrieben und den Tierhaltern, die unsere Produkte einsetzen. Wir brauchen Kundennähe, um die Impfstoffe und Spezialitäten zu entwickeln, die unseren Tieren zugutekommen.

Haben Sie selber Tiere?

Zwei von den Kindern geerbte Schildkröten, die auf meine Stimme hören. Leider bin ich zu wenig zuhause für einen Hund, ich denke aber darüber nach, später wieder einen anzuschaffen.

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung außerhalb der Arbeit?

Ich nutze jede freie Minute im Sommer wie im Winter, um mich entweder im Garten oder in der Natur zu betätigen.

Bitte den Satz zu Ende formulieren: „Veterinärforschung und Nutztiermedizin muss….“

…alle Möglichkeiten ausschöpfen, Krankheiten und Schmerzen bei unseren Tieren zu heilen, aber besser noch, gleich zu verhindern durch Vorbeugung. Abwesenheit von Krankheit ist aktiver und gelebter Tierschutz und gleichzeitig vorbeugender Verbraucherschutz. Impfstoffe sind, wo immer möglich, den nur reparierenden Antibiotika vorzuziehen.

Welche Kritik haben Sie an der heutigen Gesellschaft?

Die oft oberflächliche und tendenziöse Berichterstattung über landwirtschaftliche Themen wie Tierschutz, Tierhaltung und Nahrungsmittelkette verunsichert Bürger und Nichtfachleute und erschwert es ihnen, sich ein objektives Bild von der Tierhaltung und Landwirtschaft zu machen. Zudem ist die Zielgruppe klein und das Nachrichtenpotenzial sehr hoch. Hier sollten alle an der Landwirtschaft Beteiligten aktiv daran arbeiten, dass noch mehr Transparenz für das entsteht, was die Landwirte und Tierärzte für den Verbraucher leisten.
Auch interessant