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Wirtschaft

Fünf Fragen an ... - Michael Busch

Externer Autor
am
08.01.2013

In unserer Serie "Fünf Fragen an..." stellen wir Ihnen interessante Persönlichkeiten aus der Landwirtschaft vor. Heute: Michael Busch, kommissarischer Geschäftsführer Agrarsoziale Gesellschaft e.V..

Michael Busch, geboren in Göttingen und aufgewachsen auf dem elterlichen Hof im Landkreis Wolfenbüttel, hat nach seiner  landwirtschaftlichen Lehre in Salzgitter Agrarwissenschaften an der Uni Göttingen studiert. Er absolvierte mehrere Studien- und Praktikumsaufenthalte in Brasilien, Argentinien, Chile und Peru. Seit 1987 ist er bei der Agrarsozialen Gesellschaft e. V. in Göttingen als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt, seit 2012 ist er deren kommissarischer Geschäftsführer.

Was verstehen Sie unter 'agrar-sozial'?

Für mich bedeutet das im Wesentlichen alles, was mit den in der Landwirtschaft beschäftigten Menschen und ihren Familien zu tun hat. Es berührt beispielsweise die Fragen des meist generationsübergreifenden Zusammenlebens und -arbeitens, aber auch die Arbeitsbedingungen sowie sozialspolitischen Fragestellungen in Verbindungen mit Landwirtschaft.
 
Für mich gehört auch die Verbindung von Landwirtschaft und sozialer Arbeit, wie beispielsweise die Beschäftigung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen in der Landwirtschaft mit dazu. Bei der Agrarsozialen Gesellschaft kümmern wir uns allerdings auch um Fragen, die die Menschen im ländlichen Raum betreffen und die nicht zwangsläufig auch in der Landwirtschaft beschäftigt sind. Also zum Beispiel "wie leben wir im Dorf zusammen, wie entwickeln sich die Dörfer, wie wird unsere Daseinsvorsorge zukünftig gesichert?", aber auch Fragen der Sicherung von Arbeit und Beschäftigung in ländlichen Räumen.

Seminare organisieren, Publikationen herausgeben oder fotografieren, was macht Ihnen am meisten Spaß?

Ich muss zugeben, dass ich sehr gern fotografiere und so freue ich mich sehr, wenn ich mein Hobby mit meinem Beruf verbinden kann und Fotos für unsere Zeitschrift "Ländlicher Raum" oder im Rahmen unserer Seminare, Tagungen, fachlicher Exkursionen oder bei unserer großen Bühnenschau "Lust aufs Land" in  Halle 4.2 auf der Grünen Woche in Berlin machen kann, die dann auch verwendet werden und nicht nur auf irgendeiner Festplatte "schmoren"...
 
Aber Seminare organisiere ich dennoch auch sehr gerne, da man hierbei immer wieder etwas fachliches dazulernen kann und oft sehr nette Menschen kennenlernt.

Lust aufs Dorf: Warum ist das Leben auf dem Land so schön?

Ich freue mich jeden Tag mit unseren Kindern, an unserem wunderschönen Garten, an der Ruhe, die hier meistens herrscht, daran, jederzeit draußen sein zu können oder in den Wald zu gehen und die Natur zu spüren. Oder auch auf ein Dorffest zu gehen, zum Osterfeuer oder in die Kirche und dort fast alle Menschen zu kennen und das Gefühl zu haben, dass man dazu gehört und sich nicht fremd und anonym fühlt.

Bitte den Satz vollenden: Erwachsenenbildung bedeutet ...

... die Menschen zusammenzubringen, einen Erfahrungsaustausch herbeizuführen und Menschen Informationen zu geben und sie dazu zu bringen, sich auf die Suche zu machen und ihr Leben zu verändern.

Was ist Ihr liebstes Hobby?

Auch wenn ich nur noch sehr selten dafür Zeit habe, fahre ich sehr gern Motorrad. Mit ein paar Freunden machen wir jedes Jahr gemeinsam eine weitere Tour, die ich sehr genieße. Ob es die Toscana ist, die Provence oder der Süden von England - immer wieder fühle ich mich eng mit Landschaft, Wetter und Natur verbunden.    
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