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Dorf und Familie

Fünf Fragen an... - Viviane Hüsgen

Angelika Sontheimer
am
27.06.2011

In unserer Reihe "Fünf Fragen an..." stellen wir Ihnen interessante Personen aus der Landwirtschaft vor. Heute: Viviane Hüsgen, die jüngste Landwirtschaftsmeisterin Deutschlands.

Steckbrief
 
Viviane Hüsgen wurde 1990 in Berlin geboren und wohnt seit 1995 zusammen mit ihrer Familie im brandenburgischen Groß Ziescht. Dort haben ihre Eltern 1997 einen landwirtschaftlichen Betrieb gegründet und mit drei Rindern angefangen. Der Betrieb wurde dann stetig weiterentwickelt, heute bewirtschaftet Familie Hüsgen 146 Hektar und hat 85 Rinder und 12 Pferde. Die junge Frau besuchte mit 15 Jahren in Österreich die Landwirtschaftliche Lehranstalt in Imst, wo sie ihren Abschluss als Landwirtschaftliche Facharbeiterin machte. Nach zwei Jahren auf dem elterlichen Betrieb ging sie in den Jahren 2008/2009 auf die Fachschule für ökologische Landwirtschaft in Landshut – Schönbrunn, um den Abschluss als Wirtschafterin für ökologischen Landbau und die Landwirtschaftsmeisterin zu machen. Seit 2009 ist sie wieder in Groß Ziescht und kümmert sich zusammen mit ihrer Mutter um "die Tiere, den Ackerbau, die Heugewinnung und alles was so anfällt".

1. Wie wird man Deutschlands jüngste Landwirtschaftsmeisterin?

Indem man mit 15 weiß, was man will, nach Österreich geht, dort die Schule durchzieht und nach einem Jahr Praxis eine Meisterschule besucht.

2. Was fällt Ihnen beim Stichwort "Highlander" außer Mel Gibson noch ein?

Kilt und Kerle, Whisky und Lachs, Glens and Bens, Pipes and Drumms, Stirling und Edingburgh, The Trossachs and Aberfoly, Sheeps and Border Collies, Loch Lommond, Border Terrier, Deerhounds, Highland Ponys und natürlich "das wohl schönste Rind unter der Sonne": Highland Cattle.

3. Was lieben Sie an Ihrem Beruf und auf was könnten Sie dabei gern verzichten?

Ich liebe den Umgang mit meinen Tieren, die Selbstständigkeit, in der Natur zu sein. Wartungsarbeiten sind nicht so mein Ding :-)

4. Bitte den Satz vervollständigen: "Mutterkuhaltung und Fleischrinderzucht heißt…"

 …täglich mit Leidenschaft bei der Sache sein, Geduld und Durchhaltevermögen haben, gute Tiere zu züchten, die den Rassevorstellungen entsprechen und sich unter unseren Bedingungen gut entwickeln.

5. Was machen Sie, wenn Sie mal nicht im Hof und auf der Weide unterwegs sind?

HipHop tanzen, Ski fahren, lesen, unsere Hunde ausstellen.     
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