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Wirtschaft

Fusion zur Mega-Börse auf den Weg gebracht

Externer Autor
am
22.02.2011

Frankfurt - Der Zusammenschluss der Deutschen Börse AG und der New York Stock Exchange (NYSE) Euronext zum größten Börsenbetreiber der Welt ist auf den Weg gebracht worden.

Wie die Unternehmen in einer gemeinsamen Presseverlautbarung mitteilten, wurde nach Zustimmung durch die Aufsichtsräte die Fusionsvereinbarung geschlossen. Danach wird entsprechend dem größeren Wert der Börse in Frankfurt der deutsche Anteil an dem neuen Unternehmen 60 Prozent betragen.
 
Das soll die Rechtsform einer Europäischen Aktiengesellschaft (SE) oder einer niederländischen NV haben, wobei als Firmensitz für die Holding Amsterdam genannt wird. Es ist aber auch von den beiden Hauptsitzen Frankfurt und New York die Rede. Der Name des neuen Börsenriesen steht noch nicht fest; favorisiert werden soll dem Vernehmen nach "DB NYSE Group".

Geplante Fusion

Die Fusion soll bis zum Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Grünes Licht der Aktionäre sowie der zuständigen Wettbewerbsbehörden vorausgesetzt, würde der neue Börsenbetreiber zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen - mit Handelsplätzen in New York, Paris, London und Frankfurt. Die Nettoumsätze der Fusionspartner beliefen sich 2010 zusammen auf 4,1 Milliarden Euro, das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 2,1 Milliarden Euro.

Die Nummer eins

Der neue Börsen-Gigant würde die Chicago Mercantile Exchange (CME) als derzeitige Nummer Eins im weltweiten Handel mit Rohstoffderivaten ablösen. Zur NYSE Euronext gehören unter anderem die Pariser Matif, wo Weizen, Raps und Körnermais gehandelt werden, und die Londoner Liffe mit Produkten wie Weißzucker, Kakao und Kaffee. Die Deutsche Börse AG hält 50 Prozent an der Frankfurter Terminbörse Eurex, die im Segment Agrarderivative Futures für Schlachtschweine, Ferkel, Kartoffeln, Butter und Magermilchpulver anbietet. (AgE)
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