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Niederlande

Futtermittelhersteller soll Abfälle untergemischt haben

Abfall
am
23.05.2019

Ein niederländisches Futtermittelunternehmen steht in Verdacht Abfälle und Futtermittel gemischt zu haben. Tiere sollen dadurch bereits erkrankt sein.

Ein Futtermittelhersteller in den Niederlanden ist in Verdacht geraten, Abfallstoffe unter Viehfutter gemischt und Hygieneregeln missachtet zu haben. Am Dienstag sei die Produktion nach einer Razzia in dem Unternehmen in der Nähe von Tilburg stillgelegt worden. Das teilte die Polizei mit. Die Firma stehe in Verdacht, Abfall und Futtermittel ungenügend voneinander getrennt zu haben und ihre Erzeugnisse als zertifizierte Qualitätsprodukte verkauft zu haben.

Zur Abschöpfung des illegalen Gewinns wurde das Vermögen des Hauptverdächtigen nach der Durchsuchung seiner Wohnung in Belgien beschlagnahmt. An den Ermittlungen ist auch die belgische Polizei beteiligt.

Abwasser unter Flüssigfutter gemischt

Wie der Regionalsender Omroep Brabant unter Verweis auf einen Polizeisprecher berichtete, soll das Unternehmen im Grenzort Baarle-Nassau vorsätzlich Abwasser unter flüssiges Schweinefutter gemischt haben, wodurch die Tiere krank geworden seien. Eine Gesundheitsgefahr für den Menschen gebe es aber nicht. Das «Brabants Dagblad» verwies darauf, dass dasselbe Unternehmen 2004 bereits in einen Milchskandal verwickelt war. Mit Antibiotika belastete Milch aus Belgien, die damals eigentlich vernichtet werden sollte, wurde von der Firma zu Milchpulver verarbeitet und als Grundstoff für Tierfutter verkauft.

Mit Material von dpa
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