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Dorf und Familie

G7-Gipfel: Ärger um Wiese, Gülle gegen Demonstranten?

ah
am
29.05.2015

In Garmisch-Partenkirchen sorgt der G7-Gipfel (6. Juni) vorab für Unruhe. Es geht um 7.000 Hektar Grund, auf dem ein Protestcamp stehen soll, und um Gülle gegen G7-Gegner.

Ein 7.000 Quadratmeter großes Gelände bei Garmisch-Partenkirchen sorgt für Ärger: Herr R. hat die Wiese an Gegner des G7-Gipfels verpachtet. Diese wollen dort ein Camp errichten. Der 48-Jährige steht dem Spiegel zufolge mittlerweile unter Polizeischutz, gegen ihn lägen Drohungen vor.
 
Wie spiegel-online und der Bayerische Rundfunk berichten, sind die Kommune, bayerische Behörden und auch benachbarte Landwirte gegen das Protestcamp. Die Landwirte hätten bereits einen Brandbrief verfasst. Man fürchtet Krawalle und zertrampelte Wiesen.

Gülle soll Wiesen als Zeltplatz unattraktiv machen

Interessant sind Äußerungen, die spiegel-online zufolge bei einer Bürgermeister-Dienstbesprechung im Landratsamt Weilheim-Schongau gefallen sein sollen. Helmut Dinter, Bürgermeister der oberbayerischen Gemeinde Wessobrunn, berichtet dem Magazin von einem "gestuften Plan", mit dem gegen Protestcamps vorgegangen werden soll.
 
Bürgermeister sollten Landwirten klare Absagen empfehlen. "Auf Wiesen kann man zudem Gülle kippen, um sie als Zeltplatz unattraktiv zu machen", soll spiegel-onlie zufolge damals gesagt worden sein. 

Protestcamp auf Wiese verboten

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, hat die Marktgemeinde das Protestcamp auf der Wiese von Herrn R. inzwischen verboten. Als Begründung führt sie Hochwassergefahr an. Die G7-Gegner wollen das nicht akzeptieren. Sie ziehen wohl vor das Verwaltungsgericht.
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