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Politik EU

GAP-Reform: Der letzte Feinschliff läuft

von , am
11.10.2011

Brüssel - Am Mittwoch wird die EU-Kommission ihren Vorschlag zur Reform der Agrarpolitik verabschieden. Derzeit laufen letzte Vorbereitungen, Agrarkommissar Dacian Ciolos stellt das Konzept morgen vor.

Die EU-Kommission verklagt Deutschland wegen Versäumnisse beim Naturschutz. © Mühlhausen/landpixel
Die Kabinettschefs der verschiedenen EU-Kommissare haben bereits gestern in Brüssel getagt. Abweichende Vorstellungen von der Vorlage des EU-Agrarkommissars Dacian Ciolos wurden zwar wiederholt verlautbart. Mit größeren Änderungen am Text wird dennoch kaum gerechnet.

Neu definiert: Aktiver Landwirt

Lediglich die Definition von aktiven Landwirten soll neu gefasst werden. Zukünftig sollen nur noch Unternehmen Agrarsubventionen bekommen, bei denen der Anteil der Direktzahlungen über fünf Prozent am Umsatz mit außerlandwirtschaftlichen Aktivitäten beträgt. Die Wettbewerbshüter der Kommission wollten diese offenere Formulierung im Vergleich zum ersten Entwurf durchsetzen.
 
Aus dem Kabinett der britischen EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton werden Bedenken gegen die Kürzung der Direktzahlungen in Großbetrieben angemeldet. EU-Umweltkommissar Janez Potocnik möchte noch deutlich grünere Akzente in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) setzen.
 
Am Mittwoch will die Kommission ihren Reformvorschlag verabschieden. EU-Agrarkommissar Ciolos wird das Reformkonzept an diesem Tag zunächst dem Landwirtschaftsausschuss des Europäischen Parlamentes vorstellen und anschließend der Presse.

agrarheute.com bleibt für Sie dran. Lesen Sie morgen, worauf genau sich die Kommission geeinigt hat.

Video: Ciolos' Vorschlag zur Agrarpolitik (19. November 2010)

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