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Zoonose

Landwirte und Jäger aufgepasst: Hasenpest in Bayern

Ein Feldhase rennt über eine grüne Wiese
am Donnerstag, 06.05.2021 - 09:49 (Jetzt kommentieren)

In Bayern wurde ein mit Tularämie infizierter Hase gefunden. Der Bayerische Jagdverband klärt über die Krankheit auf.

Die Tularämie, umgangssprachlich Hasen - oder Nagerpest genannt, ist eine bakterielle Infektionskrankheit bei Säugetieren, die vor allem bei frei lebenden Nagetieren, Hasen und Kaninchen fast immer tödlich verläuft.

Verursacht wird die Tularämie von Bakterien der Art Francisella tularensis. Das Besondere daran: Die Tularämie zählt zu den sogenannten Zoonosen. Das heißt, der Erreger kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden.

Wie wird die Hasenpest auf den Menschen übertragen?

Der Ausbruch der Krankheit ist beim Menschen jedoch ein eher seltenes Ereignis, aber auch Katzen, Hunde, Schafe, Rinder, Pferde oder Vögel erkranken eher selten an der Tularämie. Ein Kontakt mit kranken Tieren kann zu einer Infektion mit der Hasenpest führen. Sehr wahrscheinlich ist dies Ende Oktober 2018 im Landkreis Nabburg beim Versorgen der erlegten Hasen, als die Jäger die Hasen ausgeweidet haben, nach einer gemeinsamen Treibjagd passiert.

So können Sie sich vor der Hasenpest schützen

Der beste Schutz vor der Ansteckung mit der Zoonose sind Hygienemaßnahmen. Beim Aufbrechen deshalb bitte unbedingt Handschuhe tragen und nicht zu nah mit dem Gesicht an den Wildkörper kommen!

Ein geeigneter Mundschutz, auch für das spätere Abbalgen, ist sehr empfehlenswert. Verhaltensauffällige oder tote Tiere sollten grundsätzlich nur mit Handschuhen angefasst werden.

Was tun, wenn Verdacht auf eine Infektion besteht?

Die Hasenpest äußert sich in der Regel zu Beginn der Krankheit mit grippeähnlichen Symptomen wie

  • Fieber,
  • Husten,
  • Kopf - und Gliederschmerzen.

Sie sollten bei den ersten Krankheitsanzeichen sofort zum Arzt gehen. Wenn die Krankheit frühzeitig erkannt wird, lässt sich die Hasenpest gut mit Antibiotika behandeln.

Wie gefährlich ist es Wildbret vom Hasen zu verzehren?

Das Fleisch von Hasen und Kaninchen kann ohne Probleme verzehrt werden, wenn es gut durchgegart wird. Selbstverständlich sollte man, wie bei allen Fleischprodukten, die Küchenhygiene „hochhalten“ und sich nach dem Zubereiten des rohen Fleisches immer gründlich die Hände waschen.

Mit Material von Bayerischen Jagdverband

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