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Gefährliche Moderhinke? Gülle einpflügen oder ins Saatbett einarbeiten?

Schafe
Matthias Ludwig
am
18.08.2017

Ist Moderhinke für Menschen, die sich auf Wiesen bewegen gefährlich? Sollte man Gülle vor der Saat einpflügen oder eher nach dem Pflügen ins Saatbett einarbeiten?

Moderhinke gefährlich für uns Menschen?

Schwalbe69 sucht Hilfe bei folgendem Thema: "Und zwar lag ich gestern mit meiner Frau auf der Wiese, wo ganz in der Nähe Schafe geweidet haben. Nach einiger Zeit kam der Schäfer und meinte, wir sollen lieber woanders hin, weil die Schafe Moderhinke haben. Hab das zwar schon mal gehört, aber ist sowas denn für den Menschen gefährlich? Wir sind dann auf jeden Fall woanders hingegangen, aber ein wenig Sorge habe ich jetzt schon... "

Viehdokter beruhigt: " Nein, im Normalfall ist Moderhinke nicht für den Menschen gefährlich, außer frische offene Wunden treten in Kontakt mit bakterienhaltigem Boden... Aber das kann Dir im heimischen Garten auch passieren. Die Erkrankung verbreitet sich durch indirekte Übertragung über den Boden kontaminierter Weiden auf weitere Tiere. Die Moderhinke ist hochansteckend und führt dadurch zu einer besonders schnellen Ausbreitung innerhalb der Herde. Dabei spielen zusätzlich eine Reihe von  Umweltfaktoren eine Rolle. So wird die Erkrankung durch feuchte Böden in Verbindung mit mangelhafter Klauenpflege stark begünstigt. "

Woidbudda hat eine Theorie: " Die Moderhinke tritt auch bei Wildwiederkäuern auf (Gams´n, Muffelwild). Es ist eine entzündliche Erkrankung der Klauen. Da Du und Deine Frau nicht zu den Schafartigen zählen, geh ich mal davon aus, dass Euch der Schäfer nur vertreiben oder an der Wiesenlust hindern wollte. Selbst bei ungepflegten Klauen ist sie für den Menschen nicht gefährlich. "
Moderhinke gefährlich für uns Menschen?

Gülle einpflügen oder in Saatbett einarbeiten?

golely fragt: "Ich möchte die nächsten Tage meine Greeningzwischenfrucht (Senf/Ölrettich) aussäen. Vorher möchte ich den Acker pflügen, um dadurch einen schnelleren und gleichmäßigeren Feldaufgang zu erreichen (dass dieses Verfahren nicht jeder einsieht ist mir klar, bitte keine Diskussionen darüber). Jetzt meine Frage an die Pflanzenbauprofis: Ich möchte 18 m³ Gülle vor der Saat ausbringen. Gibt es einen Nachteil, wenn ich die Gülle flach einpflüge (ca. 15-20cm)? Kommen die Pflanzen genauso an die Nährstoffe, wie wenn ich die Gülle in das Saatbett einarbeite?"

Seebauer antwortet: " Wenn du es oben drauf fährst und dann einarbeitest, dann hat die Zwischenfrucht auf jeden Fall gute Bedingungen zum Start. Sonst kommen die Wurzeln erst später ran. Die Gülle zur Saat einzuarbeiten hat bei uns immer beste Ergebnisse erzielt.
Allerdings haben wir immer genug Niederschläge. Momentan pflügen wir nicht mehr. Mal sehen, wie lange wir es aushalten. "

maxp meint: " Wenn der Boden trocken ist, würde ich nach dem Pflügen reinfahren, ansonsten macht man zu viel Schaden mit dem schweren Faß -> davor."

Und  2011 schreibt: " Wir fahren die Gülle fast immer auf die Stoppel der Vorfrucht, wird dann mit der Scheibenegge flach eingearbeitet! Das Ausfallgetreide keimt schnell und nimmt den Stickstoff auf. Zur Strohrotte ist die Gülle auch sehr gut bzw. das verrottende Stroh bindet den Stickstoff ebenfalls. Dann ein paar Wochen später Pflügen und Säen ( egal ob Zwischenfrucht, oder Raps oder Gerste) . Kommst Du mit 18 m³ noch unter die von der Düngeverordnung geforderte Höchstmenge an N "
Gülle einpflügen oder in Saatbett einarbeiten?

 

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