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Ballenwagen und Stroh in Flammen

Gefährliche Trockenheit: Mähdrescher und Felder brennen

Mähdrescher brennt
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Eva Eckinger, agrarheute
am
02.07.2018

Die anhaltende Trockenheit führte in Deutschland in den letzten Tagen zu zahlreichen Bränden. Strohballen, Mähdrescher und Felder gingen in Flammen auf.

In vielen Gegenden Deutschlands besteht durch die anhaltende Trockenheit extreme Brandgefahr. Am Wochenende mussten die Feuerwehren wieder zu unzähligen Einsätzen ausrücken. Es brannten Strohballen, Mähdrescher und vor allem Felder.

Ursache ist laut Polizeiangaben häufig ein Defekt an den Landmaschinen. Doch auch zu Brandstiftungen kam es am Sonntag.

Großbrand in Sachsen-Anhalt

Wie die Polizei Halle (Sachsen-Anhalt) berichtet, brannten seit Freitag mehrere Agrarflächen rund um die Stadt. Die Feuerwehren sind im Großeinsatz. Über der A143, der Verbindung zur A38 (Halle-Göttingen), bildete sich eine starke Rauchwolke. Auch am heutigen Montag wurden bereits wieder neue Flächenbrände gemeldet, so TV Halle.

Mäharbeiten und Brandstiftung: Feuer in Thüringen

Aus Thüringen werden ebenfalls Brände gemeldet. In Werningshausen gerieten am Samstag bei Mäharbeiten ein Gerstenfeld sowie angrenzende Bäume in Brand. Dabei sei Getreide auf 40 Hektar Fläche abgebrannt. Der Sachschaden liege bei 60.000 Euro. 

Ganz in der Nähe, in Schloßvippach, brannten am Sonntag ebenfalls Strohhaufen auf einem frisch abgeernteten Feld. Der Schaden wurde auf rund 800 Euro geschätzt. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus, denn das Feuer brannte an verschiedenen Stellen gleichzeitig.

Weizenfeld in Erfurt brennt

Flächenbrand bei Erfurt

Im Wartburgkreis wiederum brannten am Samstag drei Hektar Weidefläche. Am Abend kam es in Erfurt Vieselbach zu einem Brandfall. Aus bisher ungeklärter Ursache gerieten etwa 20 Quadratmeter eines Weizenfeldes in Brand. Polizeibeamte versuchten, die Flammen erfolglos mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen.

Erst der Erfurter Feuerwehr gelang es nach circa 20 Minuten, den Brand zu löschen. Die Schadenshöhe kann bisher nicht beziffert werden.

Defekte an Mähdreschern: Brände in Mecklenburg-Vorpommern

Gebrannt hat es auch in Mecklenburg-Vorpommern. Mindestens zwei der Brände waren nach Angaben der Polizei vermutlich technische Defekte an den Mähdreschern während der Ernte. Der erste Brand betraf ein Feld bei Albinshof im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Dort brannte eine zehn Hektar große Fläche mit Wintergerste. Der Schaden wird auf rund 15.000 Euro geschätzt.

Bei Friedrichshof (Mecklenburgische Seenplatte) wiederum war ein acht Hektar großes Wintergerste-Feld betroffen. Der Schaden beträgt rund 8.000 Euro.

10.000 Euro Schaden durch Brand eines Strohlagers

Am Sonntag gegen 20 Uhr wurde die Polizei zum Feuer in einem Strohlager in Bobbin auf Rügen gerufen. Dabei handelte es sich um zwei Strohmieten mit insgesamt  330 Strohballen. Da ein vollständiges Ablöschen nicht möglich war, ließ man  die Strohballen kontrolliert abbrennen. Der entstandene Schaden beläuft sich auf circa 10.000 Euro. Da Brandstiftung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden kann, hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. 

Ballenwagen und Strohballen brennen

In Nordrhein-Westfalen die gleichen Meldungen. Die Feuerwehr Ahlen rückte am Sonntag um 17:47 Uhr zu einem brennenden Ballenwagen aus. Der Landwirt hatte das Feuer beim Transport bemerkt und den Anhänger vom Traktor abgekoppelt. Am Ende der Löscharbeiten brannten weitere Strohballen auf einem Feld.

Niedersachsen: Mähdrescher-Brand bedrohte Ortschaft

In Wenzendorf in Niedersachsen musste die Feuerwehr des Landkreises Harburg am Sonnabendnachmittag einen Mähdrescher löschen. Bei Erntearbeiten war die erst wenige Jahre alte Landmaschine in Brand geraten. Das Feuer griff in Windeseile auf das Stoppelfeld und das ausgeworfene Stroh über und wurde durch den Wind auf die ersten Wohnhäuser der Ortschaft zugetrieben. Mit mehreren Strahlrohren wurde der Brand unter Kontrolle gebracht.

Zwei Hektar Feld und Mähdrescher verbrannt

Unterstützt wurde die Feuerwehr dabei von zahlreichen Landwirten, die das Stoppelfeld rund um das Feuer mit Traktor und Eggen umpflügten und dem Feuer die Nahrung nahmen. Zwei Trupps unter Atemschutz löschten in der Zwischenzeit den brennenden Mähdrescher ab. Die Erntemaschine brannte jedoch komplett aus. Zudem wurden etwa 2 ha Stoppelfeld und das darauf liegende Stroh ein Raub der Flammen.

Mit Material von Polizei, Feuerwehr

Maschinen und Felder brennen: Großeinsätze in Deutschland

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Ballen brennen auf Rügen
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