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Hundegesundheit

Gefahr für Hofhunde: Tödliches Staupe-Virus in mehreren Bundesländern

Hund beim Tierarzt auf Behandlungstisch
am Montag, 30.05.2022 - 11:09 (Jetzt kommentieren)

Das tödliche Staupe-Virus breitet sich in Deutschland wieder verstärkt aus. In den letzten Jahren wurden immer wieder infizierte Füchse entdeckt. Gerade für Hunde ist die Gefahr groß, sich anzustecken. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich, bei Hunden kann Staupe tödlich verlaufen.

In Rheinland-Pfalz wurden vermehrt Staupe-Fälle gemeldet. Wie das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (LUA) berichtet, sei seit Jahresbeginn bei drei Füchsen aus den Landkreisen Birkenfeld und Altenkirchen sowie bei einem Dachs aus dem Landkreis Bad Kreuznach das Virus nachgewiesen worden.

Das Staupe-Virus ist auch in Bayern, im Landkreis Günzburg aufgetaucht. Mehrere Füchse seien laut Behörden daran gestorben, wie BR24 mitteilt. Bei mehreren verendeten Füchsen, die im Landkreis Günzburg gefunden wurden, habe eine pathologische Untersuchung am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) deutliche Hinweise auf eine Staupe-Erkrankung gefunden. 

Tödliches Staupe Virus: Impfung schütz Hunde wirksam vor Staupe

Das „LUA“ nimmt die Meldungen zum Anlass, daraufhin zuweisen, dass besonders bei jagdlich geführten Hunden eine Impfung hilfreich sei, um die Vierbeiner vor der Krankheit zu schützen. Staupe ist für Menschen ungefährlich, kann für Hunde aber tödlich enden.

In den „Leitlinien zur Impfung von Kleintieren“ (herausgegeben von der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin) steht, dass die Staupe-Impfung zu den sogenannten Pflichtimpfungen zählt. Diese sind auch als Core-Impfungen bekannt. Neben Staupe zählen die Immunisierungen gegen Tollwut, Hepatitis, Parvovirose und Leptospirose dazu. In der Regel werden Mehrfachimpfungen verabreicht, die den Hund gleichzeitig vor diesen Krankheiten schützen sollen.

Staupe beim Hund: An diesen Symptomen erkennen Sie das Virus

Staupe äußert sich meit durch

  • schleimigen Nasen- und Augenausfluss,
  • Husten,
  • Fieber,
  • Erbrechen,
  • Durchfall und
  • starkem Gewichtsverlust.

Auch Bewegungsstörungen treten bei erkrankten Tieren auf. Eine Infektion mit dem Staupevirus verläuft nicht zwingend tödlich. Häufig schwächt sie das Tier aber so stark, dass es anfällig für weitere Krankheiten wird. Eine Ansteckung kann über den direkten Kontakt mit Ausscheidungen infizierter Tiere oder über eine verunreinigte Umgebung erfolgen.

Mit Material von BR24, Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V.

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