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Brandenburg

Geflügeldiebe: Landwirt zum dritten Mal bestohlen

Enten beim Weidegang
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Eva Eckinger, agrarheute
am
06.12.2017

In Brandenburg wurde ein Landwirt inzwischen zum dritten Mal Opfer von Einbrechern. Mitten im Weihnachtsgeschäft fehlen erneut über 50 Enten, Hühner und Gänse.

In Wusterhausen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg geht ein Geflügeldieb um. Einem Hobby-Landwirt sind inzwischen zum dritten Mal Enten, Hühner und Gänse geklaut worden, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Die Täter schlagen stets in der Zeit vor Weihnachten zu.

Geflügeldiebe stehlen über 50 Tiere

Vergangenes Wochenende war es wieder soweit. Die Geflügeldiebe haben erneut zugeschlagen. Insgesamt fehlen rund 40 Enten und mehr als ein Dutzend Hühner. Um die Tiere alle einzufangen, müssen es mindestens vier Leute gewesen sein, vermutet der 56-jährige Landwirt gegenüber der MAZ.

Es sei nun schon das dritte Mal gewesen, dass sich Einbrecher an seinen Tieren vergreifen. Da er etwa fünf Minuten vom Geflügelstall samt Auslauf entfernt wohnt, konnte er nicht eingreifen.

Geflügeldiebstahl: Zusammenhang mit Weihnachtsgeschäft

Beim ersten Einbruch vor etwas über drei Jahren hätten sie ihm alles geklaut. Seine Hasen, fast alle Mularden-Enten, viele Gänse und Hühner. Auch im darauffolgenden Jahr verschwanden mehr als 40 Enten. Wie die MAZ berichtet, sah die Polizei damals bereits einen Zusammenhang mit dem Weihnachtsgeschäft. Reifenspuren belegten, dass die Täter das "Diebesgut" mit einem Fahrzeug samt Anhänger abtransportiert hatten.

Diebe verfügen über Ortskenntnisse

2016 ließen sie den Betrieb in Ruhe. Landwirt und Polizei glauben, dass die Täter über Ortskenntnisse verfügen. Zudem sei kein Raubzug oder dergleichen durch die Region zu erkennen, bei dem der Geflügelhalter aus Wusterhausen nur eines mehrerer Opfer wäre, so die MAZ weiter.

Zu teuer: Kamera zur Überwachung des Geflügels

Der 56-Jährige überlegt nun, wie er im kommenden Jahr verhindern kann, dass sich Einbrecher erneut an seinen Tieren bedienen. Kameras seien einfach zu teuer, erklärt er gegenüber der Märkischen Allgemeine Zeitung. Hingegen sei es aus polizeilicher Sicht kaum möglich, präventiv besser vorzugehen.

Im Moment aber sei für den Geflügelhalter am schlimmsten, dass er seinen Kunden nichts liefern könne. Die Enttäuschung ist sicher groß, geht es doch schließlich um den Weihnachtsbraten im Kreis der Familie.

Mit Material von Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ)

Masthähnchen im mobilen Stall

Mobilstall der Firma ROWA auf einer grüner Wiese
Bettina Drewes mit Masthähnchen auf dem Arm im Mobilstall
Einstreuen des Mobilstalls
Masthähnchen im Mobilstall vor der Luke in den Auslauf.
Eine Überdachte Rampe führt in den Auslauf.
Mobilstall auf Wiese mit Netz.
Bettina und Carsten-Wilhelm Drewes.
Legehennen vor dem Mobilstall
Kürbis auf dem Hof Drewes.
Regio-mat auf dem Betrieb Drewes.
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