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Geheimsache Tiertransporte: Das sagen die Leser zur ZDF-Doku

Doku über Tiertransport
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Eva Eckinger, agrarheute
am
23.11.2017

Die agrarheute-Leser zeigen sich schockiert über die Bilder der ZDF-Doku „Geheimsache Tiertransporte“. Tränen, Bauschmerzen, Empörung dominieren die Kommentare auf Facebook.

In der ZDF-Dokumentation "37 Grad" beschäftigte sich Autor Manfred Karremann mit dem Thema Tiertransporte. Bei Tiertransporten soll das Wohl der Tiere bis zum letzten Zielort sichergestellt sein. Doch: Niemand kontrolliert die Transporte, wenn sie einmal die EU verlassen haben, so Karremann.

Schon kurz hinter den EU-Außengrenzen traf er auf verdurstete Rinder, ebenso auf Zuchtkühe, die auf den Lastwagen gebären und sterben.

Landwirte schockiert über ZDF-Bericht

Wir haben unsere Leser gefragt, was sie von der Sendung und den Aufnahmen halten. Auch bei ihnen war die Empörung groß. Petra B. schreibt: "Die Bilder gehen mir nicht wieder aus dem Kopf. Mussten unsere Tiere auch so leiden...frage ich mich." Wie Petra geht es Heike B.: "Das war so grausam. Das muss SOFORT beendet werden."

Warum Lebendtransporte: Landwirt den Tränen nahe

Auch Anja K. fragt sich, warum es überhaupt Lebendtransporte sein müssen? Warum könne man nicht einfach Rinderhälften in Kühlwagen/Containern transportieren? "Ich wünsche mir für keines meiner von mir mit Liebe und Mühe aufgezogenem Tier so ein Ende,“ erklärt Anja schockiert.

Julian V. war bei den Bildern als aktiver Landwirt den Tränen nah. Dieses Ausmaß sei ihm in der Form auch nicht bekannt gewesen. Er findet, diese Art von Transporte gehörten schlichtweg verboten!

Tiertransporte: Bauschmerzen beim Zusehen

Ähnliches berichtet Matthias B.: "Habs gesehen und mir als Landwirt und Jäger hat es den Magen gedreht und ich habe eine unheimliche Wut bekommen. Spätestens beim 'Schlachten' im Ausland war der Kragen am Platzen."

Kristina K. ging es genau so. Sie sei Landwirtin, nicht aus Zucker und habe schon vieles gesehen. Aber der Bericht sei wirklich schlimm für sie gewesen: "Ich dachte mir nur: Wenn sogar ich Bauchschmerzen beim Zuschauen hab, wie ergeht es anderen, die damit nichts am Hut haben? Ich verstehe nicht, wie man die Tiere so Schinden kann!"

Behandlung von Schlachttieren im Ausland

Monika R. berichtet, dass sie ihre Tiere nie ins Ausland verkaufen würde, sondern nur an Betriebe oder Schlachthöfe in der Nähe mit kurzem Transportweg. Sven K. sieht hier dringenden Handlungsbedarf und auch Hans H. kritisiert: "In Deutschland wird von Veterinären und Tierschützern um Zentimeter bei der Liegeflächenbreite, um ein Paar Lux in der Helligkeit im Stall und um die 10000% genaue Dokumentation mit den Landwirten verhandelt! Was dann im Ausland passiert interessiert in der Regel keinen."

Problem läge im Export der Tiere an sich

Für Frank B. liegt das Problem im Export an sich. Es müsste von der EU zwingend eine 24-stündige Rast mit Versorgung der Tiere vorgeschrieben sein. Eine Überschreitung der EU-Außengrenze sollte erst unmittelbar nach einer solchen Rast erlaubt sein. Die Kosten wären zwar extrem hoch, aber das dürfe keine Rolle spielen, findet der Landwirt.

"Zudem würde das die Tiere stark verteuern und so die Exporte ganz von alleine verringern. Ich als aktiver Landwirt habe nie Tiere zum Export verkauft, gerade wegen der schon immer bekannten Zuständen der Transporte. Aber wie gesagt, bei Lebendverkauf endet mein Einfluss mit der Verladung bei mir auf dem Hof."

Mit Material von ZDF, Facebook agrarheute.com

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