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Dorf und Familie

Gelenkwellenschutz, Drillkombi und Gülle als Startgabe

Externer Autor ,
am
29.11.2013

Gelenkwellenschutz als Sicherheitseinrichtung, der Zeitpunkt der Güllegabe im Frühjahr und Fragen zur Kreiseleggenkombination waren diese Woche die Topthemen unserer Community landlive.

Renault mit Drillkombination (klick aufs Bild) © Landliveuser Landsachse
Kreiseleggen-Säkombination mit 100PS fahren?
 
Echi schreibt: "Ich habe vor, vom Solosäen mit der Sämaschine auf eine Kreiseleggen-Säkombination umzusteigen, ist ja bei den aller meisten Betrieben längst Standard. Bei der Sämaschine kann ich meine alte nehmen, die ist noch fast wie neu, es ist eine 3 m breite Hassia DKL, so 20 Jahre alt. Ich brauche nur eine gebrauchte 3 m breite Kreiselegge mit Hitch. Nun war ich heute in der Werkstatt u. da war eine 3 m breite, ich glaube Kuhn Kreiselegge herumgestanden u. ich muß sagen, mir wurde Angst, dieses schwere Ding mit meinem 100 PS Agroplus u. der Sämaschine zusammen auszuheben. Jetzt bin ich schwer am Zweifeln, ob das was ist, mit 100 PS u. einer 3 m breiten Kreiseleggen-Säkombination zu säen. Ich kann mir vorstellen, dass das sehr grenzwertig ist. Was haltet ihr davon?" Terragator meint: "Wenn Du eine Fronthydraulik hast wo Du ein Gewicht einhängen kannst, dann sehe ich da kein Problem. Wir haben in Ausnamefällen schon mit einem 95 PS TL 100 von New Holland gesäht." Auch Billyboy schreibt: "Mein Deutz-Fahr Agrotron 100 zieht und hebt die Kreiseleggen-Drillkombination AD 303 von Amazone problemlos, wenn das Frontgewicht schwer genug ist." Und auch Kasparow macht Mut: "Also ich habe auch lange mit 85 PS und einer drei Meter Rabe KE mit Amazone D8 Super und nen Kerner Frontpacker gesät . An ein Aushubproblem kann ich mich nicht erinnern , allerdings andere Marke von Schlepper von Deutz verstehe ich so gut wie nix. Bei ganz schweren Böden kann man natürlich nur mehr langsam fahren , da braucht die KE schon Kraft . mit Frontgewicht würde ich nicht fahren wollen , zu tief die Fahrspuren , z.B. in frisch gepflügtem . Dann muss der Schlepper auch mehr ziehen , weil ja mehr Erde (evtl. vor der KE ) bewegt werden muss um einen "Tisch " als Saatbeet zu hinterlassen. Da lieb ich mir meinen Kerner auf den ich auch noch einen Ticken Schleppergewicht per Hydraulik gebe. Wenn du deine Kombi erstmal hast , wirst sie nicht mehr missen wollen ."

Gelenkwellenschutz

Die agrar_heute_redaktion  spricht in dem Thread das Thema Sicherheit an: "Angesichts des schweren Unfalls eines Landwirts an einer Gelenkwelle, weist die Landwirtschaftliche Sozialversicherung (SVLFG) darauf hin, wie wichtig ein Gelenkwellenschutz sein kann: [www.agrarheute.com]"   wiso antwortet darauf: "Dass der Gelenkwellenschutz wichtig ist, sollte jedem klar sein. Nur wäre sicher die Bereitschaft, beschädigten Schutz umgehend auszutauschen, ungleich höher, wenn nicht ein neuer Gelenkwellenschutz fast so viel wie die komplette Gelenkwelle kosten würde." darauf meint Hirschtreiber: "Das ist aber am falschen Eck gespart. Aber im Ernst, was man bei den Kollegen so an Zapfwellen sieht lässt einen oft erschaudern." Das kommentiert Terragator: "Damit ist der Hohe Preis für den Gelenkwellenschutz aber immer noch nicht gerechtfertigt. Das steht einfach in keiner Rellation." Und rocknrolldirk schreibt: "Das Problem der kaputten Gelenkwellenschutzrohre und -trichter ist einfach, dass diese Sch....dinger dauernd kaputtgehen! Sei es durch Festlaufen der Lagerung (trotz Schmierung) oder sei es durch eine irgendwann vergessene Haltekette die beim Abhängen den Schutz ruiniert. Irgendwas ist immer. Dabei muss man dieses Problem nicht als "schicksalhaft" abtun, es ist schlicht durch technische Unzulänglichkeit der gängigen Schutzeinrichtungen verursacht!" christiannds ist allerdings der Meinung: "ich habe keine Probleme mit den Schutzen, ich kann die Probleme auch gar nicht nachvollziehen. Jede Welle wird ca. 2mal die Saison ordentlich gefettet, da geht dann nix mehr kaputt. Selbst die KE Welle wird nur 2mal die Saison geschmiert, einmal vorm Raps, einmal vorm Weizen feddisch.Das der Schutz teuer ist, ist ja auch einleuchtend, Ersatzteile sind eben teuer. Wem seine Gesundheit nix Wert ist, der kann ja (theoretisch?) drauf verzichten. (Ich weiß gar nicht, ob man das dürfte, wenn man der BG sagt, ist mein Problem? kennst sich damit jemand aus?)"

Gülle/Gärreste in Start- oder Schossgabe?

christiannds fragt: "Ich nehme eine größere Menge Gülle oder Gärreste (das steht noch nicht fest) Wie sind denn die Erfahrungen, ist es sinnvoller, später zu geben, weil es dann wärmer ist, oder die frühe Gabe besser, weil ich da auf Frost fahren kann und sich er Schaden in Grenzen hält. Die Probe soll im Weizen kommen, weil ich da mehr Möglichkeiten der Wachstumsregelung habe, und meine Gerste sowieso schon (momentan zu) sehr üppig ist. Meine persönliche Tendenz geht zum späteren Termin, aber das Plattwalzen ist nicht so meine Welt..." Schaumburger antwortet: "Im Frühjahr, bei Frost sind die Verdunstungsverluste geringer. Plattwalzen, da musst du beim Weizen kaum bedenken haben. Der hält viel aus. Die geringsten Spuren bekommst du natürlich bei Frost oder bei totaler Trockenheit. Ich fahre bei Frost auf die Flächen, welche im April wahrscheinlich zu nass sind. Wann der Stickstoff besser wirkt, das ist vom Wetterverlauf des Jahres abhängig, da gibt's keine Regel was besser ist. Nur wirst du beim ersten Termin im Jahr selten einen Lohnunternehmer finden, die fahren dann für feste Stammkunden..." Und globe schreibt: "Also ich fahr unseren Gärrest normal immer zu Schossbeginn. Nach dem Winter is mir da der Boden noch zu blank zwecks Verkuste, wobei man da auch wieder drüber streiten denn umso kälter usw, sind die N - Verluste ja auch gering. Aber nisher hat es so immer ganz gut geklappt, es wurde bzw, wird darauf geachtet das Regen danach angekündigt ist. Zur Bestockung nimm ich lieber KAS der geht zügig los und es reichen -4 Grad"  Und Desperado meint: "Gülle bei Frost auszubringen macht natürlich nur Sinn, wenn der Weizen schon etwas stärker bestockt ist, weil Blattverbrennungen/-verätzungen bei Wechselfrösten mit hoher Sonneneinstrahlung am Tage nicht auszuschließen sind. Da haben schon manche ihr blaues Wunder erlebt. Spätsaaten sollte man besser mit einem schwefelhaltigen KAS andüngen und anschließend auch gleich die Herbizidbehandlung durchführen. Den Güllebomber würde ich erst dann aufs Feld lassen, wenn der Weizen den Herbizidstress verdaut hat und sich stärker zu bestocken beginnt. Bis zum Schossbeginn braucht man natürlich nicht zu warten. Am besten bringt man die Gülle während der Hauptbestockung mit Schleppschläuchen auf feuchtem Boden aus. Da sind die Ammoniakverluste vergleichsweise gering."

Betriebsprüfung ist am Laufen - Prüfer will Zeitraum verlängern

Landbua hat folgendes Problem: "bei mir läuft momentan eine Betriebsprüfung. Ich bin ein Landwirt. Der Prüfer will die Jahre 2008- 2011 Prüfen. Ich weiß auch nicht warum wir geprüft werden. Mein Steuerberater hat mir vor ein paar Jahren geraten Buchhaltung zu machen, dann würde mann geprüft werden. Bislang wurde bei mir immer geschätzt. Von wegen. Nun ist es nun halt so. Die Prüfung läuft seit August schon, und der Prüfer fordert immer neue Unterlagen an, und neue Belege. Nun will erst die Jahre der Prüfung verlängern. Heißt von 2007 bis 2012. Ich habe zwar nichts zu verbergen, aber ich denke der Prüfer hat viel gefunden und auf mich kommt eine Riesen Summe an Nachzahlung zu. Ich habe viel Bar früher gezahlt und habe nun natürlich keine Rechnung und ich denke dass bricht mir den Hals. Habt ihr Erfahrung mit Betriebsprüfungen. Was soll man beachten usw." Drehung schreibt: "bei Steuerprüfungen ist Schweigen Gold! Was ich damit meine ist keine Information ungefragt geben. Und bei heiklen Fragen des Prüfers ist im Zweifelsfall ein kurzzeitiger Gedächtnisverlust (bis du die Frage mit deinem Steuerberater abgeklärt hast) nicht das verkehrteste. Ansonsten sollte dir dein Steuerberater (der die Prüfung hoffentlich "begleitet") sagen können worauf die Erweiterung des Prüfungszeitraums abzielt und wie du dich verhalten sollst." Und Tiger ist der Meinung: " Klar kann ich Dir sagen was Du machen musst. Alles auf den Tisch legen was relevant ist !! Warum hast Du Bar und ohne Quittung gezahlt ? Selbst schuld.... Die Steuerprüfer zerpflücken jede Quittung. Selbst wenn es zur zwei Euro sind. Ich frag mich eh warum Landwirte geschätzt werden. Eure Zunft sollte genau so Steuererklärungen abgeben wie alle anderen Bürger auch. Der ganze pauschalierte Mist. Ich frag mich wer das erfunden hat. Grüße von einem der eine Prüfung 2011 hatte!" Und DWEWT antwortet: "Wenn die Prüfung schon seit August läuft, wird sie ja wohl kaum bei Dir zu Hause von statten gehen, oder? Ich gehe davon aus, dass der Prüfer die Unterlagen mitgenommen hat und sie in  seinem Büro bearbeitet. Fragen des Prüfers, sollten grundsätzllich über Deinen Stuerberater an Dich herangetragen werden. Deine Antworten müssen in Absprache mit Deinem Steuerberater verfasst werden. Bei den Schätzungen der vergangenen Jahre mußt Du mal nachschauen, ob die Bescheide evtl. nur vorläufigen Charakter haben und nach Ablauf welcher Zeit sie Rechtskraft erlangen. Sollten Steuerbescheide rechtskräftig geworden sein, gibt's nichts mehr zu prüfen! Vorläufige Bescheide erlangen i.d.R. nach 7 Jahren Rechtskraft. Nur wenn hinreichender Verdacht auf eine Straftat in Steuersachen vorliegt, können auch rechtskräftige Stuerbesscheide aufgehoben werden. Meine letzte umfangreiche Steuerprüfung liegt nun 3 Jahre zurück. Sie dauerte 4 Monate und ich mußte 2.187,65€ nachzahlen. Ein krasses Missverhältnis von Aufwand zu Ertrag! Übrigens, es hat dem Prüfer gut gefallen; nächstes Jahr kommt er wieder."

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