Login
Politik national

'Gemeinsam für den Wert der Lebensmittel kämpfen'

von , am
22.01.2010

Berlin - Auf der Bühne des ErlebnisBauernhofes der Internationalen Grünen Woche wurde unter Moderation von agrarheute.com-Redaktionsleiter, Olaf Deininger, über die Perspektiven der neuen Bundesregierung diskutiert.

© DBV

Der Koalitionsvertrag ist ein ambitioniertes und gutes Programm gerade für die Landwirtschaft und die ländlichen Räume. Dies sagte Joachim Rukwied, der Vorsitzende des Fachausschusses für Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Bauernverbandes (DBV), auf dem ErlebnisBauernhof der Internationalen Grünen Woche am 15. Januar 2010 in Berlin. In einer Podiumsdiskussion mit Peter Bleser, Agrarpolitischer Sprecher CDU/CSU und Friedrich Ostendorf, Agrarpolitischer Sprecher B90/DieGrünen, diskutierte er unter Moderation von Olaf Deininger, agrarheute, über die Perspektiven der neuen Bundesregierung.

Große Aufgaben stehen bevor

Die Bundesregierung habe sich klar zur deutschen Landwirtschaft bekannt. Das sei richtig und ermutigend. Allerdings gebe es in den nächsten Jahren "große Aufgaben zu bewältigen. Hier erwarten wir weiterhin Rückendeckung von der Bundesregierung", betonte Rukwied. Für ihn ist es eine ganz vordringliche Aufgabe, "gemeinsam für den Wert der Lebensmittel zu kämpfen". Rukwied bezeichnete es als Aufgabe für die Landwirte, nicht nur die deutsche Gesellschaft, sondern die Weltbevölkerung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln zu versorgen. "Die Wirtschaftsstaaten sind gefordert, den weniger entwickelten Staaten zu helfen", sagte Rukwied. Er bezeichnete es als absurd, die deutschen Bauern für Nord-Süd-Konflikte und Armut in Entwicklungsländern verantwortlich zu machen.

Klimaschutz im Fokus

"Wir benötigen mehr Demokratie, also Good Governance in den Entwicklungsländern. Dies ist meistens der Grund für Armut", zeigte er sich überzeugt. Unterstützung erhielt er von Peter Bleser, der appellierte, "den Menschen zu helfen, sich selbst zu helfen". Nach Ansicht von Bleser ist es "absurd, die Landwirtschaft für den Klimawandel verantwortlich zu machen". So gebe es keinen anderen Wirtschaftsbereich, der unmittelbar durch seine Produktion zur CO2-Reduktion beitrage und im Wald Sauerstoff speichere. "Es macht doch keinen Sinn, die Branche abzustrafen, die gute Werte produziert", betonte Bleser. In diesem Zusammenhang forderte Friedrich Ostendorff mehr klimafreundliche Verfahren und Produktionsverfahren, die dazu beitragen, "das Klima nachhaltig zu schützen und unsere Reduktionsziele zu verwirklichen. Dies geht auch nicht ohne die Landwirtschaft". (pd)

Auch interessant