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Umwelt

Genetische Ressourcen besser nutzen

von , am
03.12.2013

Brüssel - Die EU plant mehr finanzielle Mittel aufzuwenden, um die Erhaltung und Nutzung von primärem Genmaterial von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten zu fördern.

Der Nachbauratgeber enthält wieder wichtige und umfassende Informationen für den Umgang mit Saat- und Pflanzgut. © Mühlhausen/landpixel
Die Europäische Kommission hat Ende vergangener Woche den Bericht "Genetische Ressourcen - von Erhaltung zur besseren Nutzung" veröffentlicht. Demnach sollen für den Bereich bis 2020 mehr finanzielle Mittel und ein breiteres Spektrum an Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. "Maßnahmen die über die Konservierung genetischer Ressourcen hinausgehen, sind extrem wichtig. Primäres Genmaterial bietet nicht nur bedeutende wirtschaftliche Vorteile, sondern trägt auch dazu bei, Herausforderungen wie Klimawandel, Resistenz von Pflanzen gegenüber Schädlingen, Produktivität, Konsumentenansprüche oder wirtschaftliche Entwicklung im ländlichen Raum zu begegnen. Wir müssen die Vielfalt genetischer Materialien so gut als möglich unterstützen", erklärte EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos.
 

Initiative "Horizont 2020"

Während Erhaltung und Verlust an biologischer Vielfalt in der Landwirtschaft zentrale Elemente bleiben, hebt der Bericht die Notwendigkeit für eine Änderung des Grundprinzips mit Schwerpunkt auf eine vermehrte nachhaltige Nutzung der genetischen Ressourcen, wie traditionelle oder gefährdete Tierrassen beziehungsweise Pflanzenarten, hervor. Ab 2014 sollen sowohl Maßnahmen der Ländlichen Entwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik als auch der EU-Forschungs- und Innovations-Initiative "Horizont 2020" zusammengeführt werden und einander ergänzen, um weitere Möglichkeiten für Investitionen und Zusammenarbeit zu erschließen. In einem zweiten Dokument des Berichts wird über die bestehenden Programme Bilanz gezogen, wie es nach aktueller Verordnung bis Ende 2013 vorgesehen ist.
 
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