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Ernährung und Gesundheit

Gentechnik in Lebensmitteln: Entscheidung vertagt

aiz/pd
am
19.12.2012

Brüssel - Eigentlich hätte die EU-Kommission noch 2012 einen Vorschlag für Spuren von gentechnisch veränderten Organismen in Lebensmitteln vorlegen wollen. Jetzt wurde eine Entscheidung auf unbestimmte Zeit vertagt.

Wer Soja und Mais aus Amerika in der EU zu Lebensmitteln verarbeitet, muss weiterhin mit Risiken leben. Einen geplanten Vorschlag für den Umgang mit Spuren von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in Nahrungsmitteln verschiebt die EU-Kommission auf unbestimmte Zeit.
 
Bei Lebensmitteln gilt weiterhin die Nulltoleranz für in der EU noch nicht zugelassene GVO. Für Futtermittel gibt es dagegen eine technische Lösung, nach der Spuren von bis zu 0,1 Prozent hingenommen werden.

Entscheidung vertagt, kein neuer Termin

Eigentlich wollte die EU-Kommission noch in diesem Jahr einen entsprechenden Vorschlag für GVO-Spuren in Lebensmitteln vorlegen - doch sie winkt inzwischen ab und nennt keinen Termin im neuen Jahr.
 
Der neue EU-Verbraucherkommissar Tonio Borg konzentriert sich auf die neue EU Tabakrahmenrichtlinie und lässt die Gentechnik erst mal beiseite.
Auch die französische GVO-Studie von Séralini, die die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) für unwissenschaftlich hält, sorgte für Verzögerungen.
Zu Beginn des neuen Jahres will der Europäische Verband der Ölmühlen (FEDIOL) zusammen mit anderen Interessenvertretern das Problem dem neuen Kommissar noch einmal verdeutlichen. 
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