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Dorf und Familie

Gentechnik, Wegwerfkühe und gesperrte Feldzufahrt

Externer Autor
am
29.05.2015

Die Topthemen der Woche in unserer Community: Ist die Forderung der umfassenden Gentechnikdeklaration nun positiv oder negativ? Ist Buch 'Die Wegwerfkuh' ein Affront gegen die Landwirte?

altilla schreibt: "Wir haben ein Grundstück, für das bei der Flurbereinigung eine Zufahrt geschaffen wurde. Diese Fläche wurde abgemarkt und der Gemeinde zugeschlagen. Unser Nachbar hat nun seit Jahren den Weg umgepflügt, die Grenzsteine ausgepflügt und bebaut die Fläche. Die Gemeinde weiß Bescheid, toleriert das aber, weil sie eine Auseinandersetzung mit dem streitsüchtigen Nachbarn scheut. Da wir aber durch diese Zufahrt den einzigen Zugang zu dem Grundstück haben, nutze ich diesen auch weiterhin, was jetzt natürlich dem Nachbarn nicht passt. Er hat nun gedroht, falls ich weiterhin über "sein Grundstück" fahre und "seine Früchte" damit kaputt mache, wird er Anzeige erstatten. Prinzipell sehe ich der Anzeige gelassen entgegen, die Polizei dürfte darüber lachen, abgesehen vom Notwegerecht. Aber ich frage mich schon: was soll ich dagegen machen? Die Gemeinde als Grundstückseigentümer der Zufahrt tut jedenfalls nichts."
 
Seebauer meint: "Einige Rolackierte Holzpfosten einschlagen wo du denkst, dass die Zufahrt ist. Selbstverständlich wird der Nachbar kommen und sagen was das soll. Dann sagst du, wenn er was anderes meint, kein Problem, dann soll er halt die Grenze ausmessen lassen, und solange das nicht gschieht, ist das gültig was du ausgesteckt hast."
 
Und Tuxo antwortet: "Ich glaub das machst du schon ganz richtig. Kein unnötiger Zoff, bekloppte gibts halt. Einfach drüber fahren. Die Grenzen sind ja heute alle inkl. Luftbild einsehbar. Wenn er komplett bekloppt ist und dich auch noch anzeigt, wird ihm das nicht gut bekommen."
 
Genaus sieht es Freisinger: "Weiterfahren.....aus basta. Der kann sich nur selbst ins Fleisch schneiden."
 

'Die Wegwerfkuh': Bauer Willi stellt Autorin zur Rede

Die agrar_heute_redaktion stellt einen ihrer Artikel zur Diskussion: "Das kürzlich erschiene Buch mit dem provokanten Titel "Die Wegwerfkuh" sorgt für reichlich Unmut. Dabei sieht sich die Autorin auf Seite der Bauern. Was meint ihr? Wird die Autorin zu Unrecht angegangen?"
 
Notill antwortet: "Mir scheint sie selbst stammt von einem miserabel geführten Betrieb, und glaubt allen ernstes, das sei Normalität...  Es hätte wohl wieder mal nix geschadet, vor dem Schreiben und Abdrucken, erst mal etwas in der realen Welt zu recherchieren, statt Meinungen und Schlagwörter von Landwirtschaftsgegnern aus dem Internet abzuschreiben."

Auf die Aussage von Nataschka: "Warum regen sich all hier auf? Weil Tatsachen beschrieben werden? Das hat mit Sensation nichts mehr zu tun. Beleidigen muss man die Autorin letzlich auch nicht. Den Dialog suchen ist eine bessere, aber deutlich unbequemere Lösung." schreibt nurich: "Naja ob Tatsachen beschrieben werden weis ich nicht, da ich das Buch nicht gelesen habe. aber was ich so gelesen habe klingt eher danach 'was der Leser gerne hören würde'. Und das jeder Buchautor auf der Suche nach einer Sensation ist, egal in welche Richtung, das dürfte auch unstrittig sein. schlieslich schreiben sie alle für den Verkauf und nicht fürs Tagebuch."
 

Gentechnik: Kennzeichnung für mehr Transparenz

bayernmuenchen kommentiert ebenfalls einen Artikel auf agrarheute.com: "Eine wichtige Initiative, die endlich Transparenz herstellen würde. Nicht die Wohlfühl-Transparenz derer, die gegen Gentechnik zu Felde ziehen. Irgendwann wird deutlich, dass die Unternehmen, die mit allen Mitteln Front machen gegen Gentechnik, die sind, die mit ihren Produkten "ohne Gentechnik" vom Protest leben."
 
Dazu schreibt waldschrat: "Ist ein mieser Trick der Gentechnik-Lobby. Er soll nicht für mehr Transparenz sorgen sondern die Verbraucher hinters licht führen. Sie sollen mit Gentechnik-labels zugeschüttet werden...es wird kein Unterschied gemacht zwischen Insulin und Monsanto-Mais"
 
Darauf antwortet FrankNFoode: "Es soll draufstehen wo Gentechnik drin ist! Das die Ideologen und Spendensammler das nicht lustig finden leuchtet ein, denn Aufklärung schadet deren Geschäften. Wer hat denn keine Gentechnik im Kleiderschrank? Wer kann sagen er hat keine Gentechnik im Kühlschrank, nicht im Shampoo, nicht im Tampon? Natürlich wird nicht unterschieden was gute Gentechnik und schlechte Gentechnik ist, denn das gibt es nur auf dem Altar von Greenpeace. Die hatten auch 2 Jahrzehnte angst, dass die Organismen zu Insulonproduktion aus dem Labor entkommen."
 

Lebensmittelverschwendung: Frankreich vs. Deutschland

Tigerle hat ein Problem mit der deutschen Rechtssprechung: "Zur Zeit hoert man immer mehr aus den Medien, dass Frankreich ein Gesetz zur Verwertung von "unverkauflichen" Lebensmitteln erlassen hat. Ich finde das persoenlich sehr gut. Nun nehmen wir mal Deutschland: Ein Bekannter von mir hat bis vor ein Paar Jahren in einer Molkerei gearbeitet. Diese hat ebenso gehandelt, also gespendet. Dann kam das deutsche Recht zu trage und die Molkerei durfte nach Klage einer benachbarten Molkerei nicht mehr spenden. Seitdem landen restmengen.... in einer BGA. Rechtsurteil war: Wettbewerbsverzerrung. Ich bin der Meinung hier in Deutschland läuft so einiges falsch in Sachen Politik."
 
Schaumburger meint dazu: "Die Verwertung in einer BGA, entspricht auch dem zukünftigem französischem Recht. Nur in den Müll darf es nicht mehr... zur  Energiegewinnung, Tierfütterung und Spende soll es verwendet werden. Der Hauptteil des französischen Lebensmittelrestes wird dann in die BGA oder Tiere wandern und nicht an Bedürftige. Die machen sich ihren Markt doch nicht kaputt..."
 
Auf die Frage von Tigerle: "Der Verwertung von Lebensmitteln in einer BGA oder als Tierfutter ist ja ok und sinnvoll. Nur warum nicht bedürftigen Menschen spenden?" antwortet Mett: "Weil es die in Deutschland nicht gibt! Wer Geld für Tabak, Schnapps und Handy hat, der hat auch Geld fürs Essen! Wer Lebensmittel verschenkt, der zerstört nur deren Wertschätzung! Denn was nichts kostet, ist nichts wert. So denken jedenfalls die allermeisten Leute."
 

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