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Ernährung und Gesundheit

Gespicktes Reh mit Preiselbeeren

Externer Autor
am
03.01.2011

München - Nach dem Fest ist vor dem Fest. Und auch an kommenden Feiertagen freut man sich über einen guten Braten. Deswegen hier ein Vorschlag für einen ebensolchen mit Reh.

In unserer Reihe "Mein Lieblingsgericht" will ich mich heute mit einer Rehvariation einreihen. Wenn sie sich nun fragen, warum ich heute schreibe, da ja Weihnachten bereits gefeiert und ins Neue Jahr auch schon gerutscht wurde – ich musste die letzten Tage erst verdauen. Zwischen Raclettekäse, Fonduetöpfen und Butterplätzchen war bei mir sowohl im Magen als auch im Kopf kein Platz mehr für Essen jedweder Art. Da ich nun langsam aus diesem halbkomatösen Zustand aufwache, hier also mein Vorschlag für einen Rehbraten.

Die Grundlage eines jeden Rehbraten ist Rehfleisch, dass sie

a) entweder selbst schießen, da sie in einem Revier jagen

b) beim Metzger ihres Vertrauens oder

c) bei einem dlv-Kollegen, der bei der Jagdzeitschrift Pirsch arbeitet, kaufen.

Ich wählte Variante c). Weitere Zutaten für den Braten sind

  • 1.500 g Rehfleisch (Keule oder Rücken)
  • 80 g Speck (wenn man mag)
  • Margarine oder Butterschmalz
  • 0,5 l heißes Wasser
  • ein Schuss Rotwein (wie sie schießen, bleibt ihnen überlassen)
  • Suppengemüse und
  • eine Zwiebel

Für die Soße stellen sie bitte

  • 2 Esslöffel Mehl
  • 3 Teelöffel Preiselbeergelee
  • 125 ml saure Sahne sowie
  • Salz und schwarzen Pfeffer bereit.

Zubereitung

Das Rehfleisch häuten, spülen und trocken tupfen. Den Speck in 5 cm lange, 1 cm breite Streifen schneiden. Das wartende Rehfleisch damit gegen die Faserrichtung spicken. Den gespickten Braten mit Salz und Pfeffer einreiben. Anschließend die Margarine im Bräter erhitzen. Das wartende, nun gespickte Fleisch und die Zwiebel zehn Minuten lang anbraten. Mit 1/4 l heißem Wasser und dem Schuss Rotwein ablöschen und das Suppengemüse dazugeben. Zugedeckt in den vorgeheizten Ofen auf die unterste Schiene stellen. Die Schmorzeit beträgt bei 180 °C rund 100 Minuten, je länger desto zarter wird das eh schon zarte Reh. Als Beilage wählte ich Kartoffelknödel, die sie, während das Reh im Ofen zart vor sich hin schmort, machen können.

Nehmen sie das Fleisch aus dem Bräter und legen es auf eine vorgewärmte Platte - decken sie es zu, dass es auch schön warm bleibt. Kochen sie den Bratfond im Bräter mit dem restlichen heißen Wasser auf und gießen sie ihn durch ein Sieb in einen Topf. Verquirlen sie Mehl mit Wasser in einem Becher und rühren sie die Masse in den Fond. Das ganze rund sieben Minuten kochen lassen und anschließend den Topf vom Herd nehmen. Rühren sie noch das Preiselbeergelee und die saure Sahne in die Soße und schmecken sie das ganze mit Salz und Pfeffer ab. Das Fleisch in Scheiben schneiden und etwas Soße darüber gießen, die restliche Soße getrennt dazu reichen. Mit ordentlich Preiselbeeren fühlt sich das Reh wieder wie im Wald.

Guten Appetit!

Hermann Krauß
Redakteur agrarheute.com

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