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Wirtschaft

Getreidemarkt: Medwedew plant 'effiziente Eingriffe'

aiz
am
23.02.2011

Moskau - Futtergetreide aus dem nationalen Interventionsfonds soll - statt bei Auktionen - zu einstigen Ankaufspreisen direkt in die interessierten Regionen verkauft werden.

© Mühlhausen/landpixel
Diesem Vorschlag des russischen ersten stellvertretenden Ministerpräsidenten Viktor Subkow hat Staatsoberhaupt Dmitrij Medwedew grundsätzlich zugestimmt, wie am gestrigen Dienstag aus einem Bericht des Präsidentenpressedienstes hervorgeht.
Nach Subkows Worten würde im Rahmen dessen Futtergetreide an die beteiligten Regionen zu Preisen angeboten werden, die um die Hälfte niedriger lägen als die aktuellen Marktpreise. Zur Bedingung für die Teilnahme von Provinzen an diesem Programm machte Medwedew wirksame Bemühungen der Regierungen zur Stabilisierung der Preise für Fleisch und Milcherzeugnisse auf den regionalen Märkten.

Mangel an Futtergetreide

Medwedew hat Subkow am Montagabend in sein Amt zitiert, um die Regierung noch einmal auf die Notwendigkeit hinzuweisen, weiteren Steigerungen der Lebensmittelpreise entgegenzuwirken. Subkow bestätigte, dass es auf dem russischen Markt an Futtergetreide mangele, während an Nahrungsgetreide eigentlich keine Defizite zu verzeichnen seien. Er räumte jedoch ein, dass an den Auktionen Interventionsgetreide zu relativ hohen Preisen veräußert werde, und schloss eine Unterbrechung der Verkäufe auch von Nahrungsgetreide an der Warenbörse nicht aus. Medwedew hatte seine Regierung vor fast zwei Wochen für die Ineffizienz der Eingriffe am Getreidemarkt scharf kritisiert.
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