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Wirtschaft

Getreide/Ölsaaten: Märkte in den roten Zahlen

Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
10.09.2013

In Übersee und Europa endete der gestrige Handelstag für Getreide und Ölsaaten mit Verlusten. Unter Druck standen sowohl die Preise für Mais und Weizen als auch die für Soja und Raps.

In Europa gerieten gestern die Rapspreise am stärksten unter die Räder, während sich die Notierungen in Kanada nach der Talfahrt in der letzten Woche einigermaßen behaupten konnten.
 
Auch am heutigen Dienstag zeigen die Preise im vorbörslichen elektronischen Handel bislang keine Anzeichen einer Erholung (außer beim Weizen) obwohl das Crop-Monitoring des USDA eine weitere Verschlechterung des Zustandes beim Mais und beim Soja aufgezeigt hat. Allerdings ist die Verfassung der Pflanzen sowohl beim Mais als auch beim Soja trotz der weiteren Verschlechterung noch erheblich besser als im letzten Jahr.

Mais in deutlich besserer Verfassung als 2012

Bei Mais befanden sich nach dem gestrigen Crop-Monitoring des USDA noch 54 Prozent (%) der Pflanzen in guter Verfassung. Das waren zwei Prozentpunkte weniger als in der Woche zuvor aber noch besser als im Vorjahr.
 
Die Maispreise haben gestern in Chicago für die die neue Ernte (Dezember) um gut ein Prozent auf umgerechnet 128,50 Euro je Tonne (Euro/t) nachgegeben. Der Septembertermin fiel sogar um knapp drei Prozent auf 132,31 Euro/t.
 
In Europa waren die Maispreise am Terminmarkt am Montag für den November wider unter die Marke von 170 Euro gefallen und wenn sich die Abwärtsbewegung in den USA heute fortsetzt ist auch hierzulande mit weiteren Abschlägen zu rechnen.

Abschläge für Soja und Raps

Beim Soja hat das Crop-Monitoring des USDA am gestrigen Montag Abend ebenfalls eine weitere Verschlechterung gebracht. Noch 52 % der Sojapflanzen befinden sich in guter oder sehr guter Verfassung. Allerdings befanden sich vor einem Jahr nur noch 32 % der Sojapflanzen in dieser besten Kategorie.
 
Trotz der Verschlechterung des Zustands und des zeitlichen Rückstands bei der Entwicklung der Pflanzen gingen die Sojapreise gestern nach unten (Zuvor waren die Preise im August allerdings um 13 % gestiegen). 
 
Deutliche Abschläge gab es gestern auch beim Raps in Europa. Hier rutschten die Preise für den November um fast acht Euro auf knapp 375 Euro nach unten.

Starker Export stützt die Weizenpreise

Die Weizenpreise folgten am Montag den Maispreisen. In den USA verlor der in Chicago gehandelte Weizen (September) gut ein Prozent auf umgerechnet 174 Euro/t. In Europa gaben die Kurse am Montag an der MATIF ebenfalls nach und der Novemberkontrakt ging mit 187,25 Euro/t aus dem Handel.
 
Im elektronischen vorbörslichen Handel kann der Weizen am Dienstag indessen leicht zulegen. Offensichtlich stützen die Berichte über die sehr starken Exporte in den ersten Wochen des Wirtschaftsjahres aus den USA und aus Europa die Preise.

Die vollständige Meldung finden Sie in unserem Marktkompass ...
 
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