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Umwelt

Gewässerschutzberatung für Landwirte

von , am
30.12.2009

Norden - Das Land Niedersachsen investiert in die Beratung für Landwirte und stellt dafür bis zum Jahr 2012 jährlich eine Million Euro zur Verfügung. Die Beratung sollen Ingenieurbüros übernehmen, die entsprechende Verträge mit dem Land Niedersachsen schließen.

"Was in den Trinkwasser-Gewinnungsgebieten hervorragend läuft, soll nun niedersachsenweit anlaufen ", erklärte Umweltminister Hans-Heinrich Sander. "Denn Kooperationen mit den Landwirten ist ein Markenzeichen unserer Umweltpolitik." Das Ziel des Projekts: Die Landwirte noch mehr als bisher mit Stickstoff reduzierenden Bewirtschaftungsmethoden vertraut zu machen.

Der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) koordiniert derzeit die Ausschreibung. Hintergrund der Aktivitäten im Gewässerschutz ist die EU-Wasserrahmenrichtlinie, die einen sorgsamen Umgang mit den Grundwasserressourcen vorschreibt. Möglichst bald, am besten schon 2015, sollen alle Gewässer in Europa in einem guten Zustand sein; zumindest soll sich der Zustand nicht weiter verschlechtern. Die praktische Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie steht im Zentrum der Gewässerbewirtschaftung beim NLWKN. Problematisch ist nach wie vor die Belastung des Grundwassers mit Nitrat aus der Stickstoff-Düngung.

"Der Eintrag von Dünger-Nährstoffen ins Grundwasser lässt sich bei landwirtschaftlich genutzten Flächen nicht ganz vermeiden. Aber wenn wir die Zielvorgaben der Wasserrahmenrichtlinie erfüllen wollen, müssen wir hier gemeinsam mit den Landwirten Vermeidungsstrategien entwickeln", sagte Andreas Löloff vom NLWKN. Die Beratung der Landwirte durch die Ingenieurbüros wird eingebunden in die Arbeit der so genannten Gebietskooperationen, die wiederum die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie begleiten. Weitere Informationen zur geplanten Gewässerschutzberatung für die Landwirtschaft gibt es hier (http://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:341246-2009:TEXT:DE:HTML). (pd)

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