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Politik EU

Glyphosat: Zulassung um sechs Monate ausgedehnt

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von , am
23.09.2015

Die Mitgliedstaaten der EU haben einer Zulassungsverlängerung bis Sommer 2016 zugestimmt. Die möglichen gesundheitlichen Risiken sollen genauer untersucht werden.

Die Zulassung von Glyphosat wurde mit qualifizierter Mehrheit um sechs Monate verlängert. © landpixel
Was die Berliner Vertretung der europäischen Kommission vor wenigen Tagen gegenüber agrarheute.com als "denkbar" bestätigte, ist nun Fakt geworden. Die Zulassung des Pflanzenschutzwirkstoffes Glyphosat wurde um sechs Monate verlängert.
 
Normalerweise wäre sie am 31. Dezember 2015 ausgelaufen. Der Wirkstoff soll in den kommenden Monaten noch einmal von der Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA)überprüft werden.

Gründlichere Untersuchungen auf Gesundheitsrisiken

Als Begründung wird angeführt, dass die Wissenschaftler so noch einmal mögliche gesundheitliche Risiken, in erster Linie auf Krebserkrankungen, untersuchen können. Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) benötige dafür die Fristverlängerung, so das AIZ.
 
Die EU-Mitgliedstaaten stimmten im Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette in Brüssel der Übergangsregelung mit qualifizierter Mehrheit zu.

Kein Votum für oder gegen Glyphosat

Jedoch betonte die EU-Kommission, dass die betreffende Verlängerung kein Votum für oder gegen das Pflanzenschutzmittel sei. Allein die eingehendere Untersuchung sowie das Prozedere insgesamt seien Grund für die weiteren sechs Monate.

Bewertung muss neu überprüft werden

Wie das AIZ meldet, hat eine Expert Taskforce in der Zwischenzeit versucht, den unterschiedlichen Glyphosat-Einschätzungen von zwei Gremien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf den Grund zu gehen.
 
Hierbei kam heraus, dass das Joint Meeting on Pesticides and Residues (JMPR) seine aus dem Jahr 2004 stammende Bewertung für Glyphosat als nicht gesundheitsgefährdend für den Menschen mit neueren Erkenntnissen überprüfen muss.
 
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