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Politik national

Greening: Ministerium dementiert Presseberichte

von , am
16.03.2011

Berlin - Wo wird das Greening der Gemeinsamen Agrarpolitik stattfinden? Ein Expertenpapier aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium sorgt für Wirbel.

Blühstreifen: Die Agrarumweltmaßnahme kann sich betriebswirtschaftlich und finanziell rechnen. © Mühlhausen/landpixel
Medienberichten zufolge haben sich Experten des Landwirtschaftsministeriums vergangene Woche auf ein Papier zu "Überlegungen für eine unbürokratische Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013" verständigt (siehe auch agrarheute.com vom 15. März).
In dem Papier hieß es, ein Greening sei über die Erste Säule mit weit weniger Bürokratie umsetzbar als über die Zweite Säule.

Landwirtschaftsministerium: Lediglich 'weitere Möglichkeiten geprüft'

Das Bundeslandwirtschaftsministerium widerspricht in einer Pressemitteilung jetzt dem Eindruck, dass es ein Greening in der ersten Säule bevorzugen würde. Die interne Arbeitsgruppe hätte lediglich überprüft, inwiefern "einzelne Greening-Maßnahmen" auch im Rahmen der ersten Säule möglich sein könnten. "Vor dem Hintergrund zunehmender bürokratischer Lasten bei der Umsetzung der Agrarpolitik wurden auch weitere Möglichkeiten geprüft", schreibt das Landwirtschaftsministerium in einer Pressemitteilung.

Kann sich Aigner durchsetzen?

Abzuwarten bleibt, ob sich Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner mit ihrer Position, das Greening in der Zweiten Säule durchzuführen, durchsetzen kann. Hinter den Kulissen jedenfalls mehren sich Stimmen, denen zufolge ein Greening in der Ersten Säule als gesetzt gilt. Auch EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos bekräftigte am Montag im Rahmen einer Konferenz in Freising sein festhalten am Greening in der Ersten Säule (agrarheute.com vom 16.März).
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