Login
Politik EU

Greening: Ratspräsidentschaft legt Stufenmodell vor

© landpixel
von , am
07.03.2013

Brüssel - Die irische Ratspräsidentschaft will das in der Reform der gemeinsamen Agrarpolitik enthaltene Greening stufenweise einführen. Der Vorschlag bezieht sich auf die umstrittenen Ausgleichsflächen.

Die irische Ratspräsidentschaft will die ökologischen Ausgleichsflächen in mehreren Stufen einführen. Zwischenzeitlich sollen die Auswirkungen geprüft werden. © Zöllner/agrarheute.com
Die irische EU-Ratspräsidentschaft schlägt einen sanften Einstieg in die Agrarreform vor. Die ökologische Ausgleichsfläche soll stufenweise angehoben werden. So will die Präsidentschaft mit drei Prozent in das Greening im ersten Jahr der Reform einsteigen. 2016 soll die Ausgleichsfläche dann auf fünf Prozent erhöht werden.
 
Anschließend bekommt die Kommission die Aufgabe, die Folgen des Greenings für die Umwelt, die Einkommen und die Produktion zu prüfen. Fällt der Bericht der Brüsseler Behörde positiv aus, und schließen sich Rat sowie Parlament an, ist ab 2018 eine Ausgleichsfläche von sieben Prozent vorgesehen.

Mitgliedsstaaten finden Stufenvorschlag gut

Die irische Ratspräsidentschaft hat das Stufenmodell zu Beginn der Woche im Sonderausschuss Landwirtschaft in Brüssel vorgelegt. Die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten begrüßte den Vorschlag der Präsidentschaft, der sich an die Ideen des Europäischen Parlaments anlehnt. Auf der Ausgleichsfläche soll der Anbau von Pflanzen ohne den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln erlaubt werden.
 
Gestern endete die letzte Frist für Änderungsvorschläge zur GAP-Reform im EU-Parlament. Bereits im Januar hatte der Agrarausschuss aber fraktionsübergreifende Kompromisse ausgearbeitet und die ursprüngliche Gesetzesvorlage der EU-Kommission wesentlich abgeändert.
Die EU-Agrarminister werden am kommenden Rat am - 18. und 19. März - ihre Position zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) abstimmen.

Agrarpolitik: Der grüne deutsch-französische Dialog

Auch interessant