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Wirtschaft

Große Ernten drücken Agrar-Rohstoffindex

© Mühlhausen/landpixel
aiz
am
01.10.2014

Bonn - Weltweit große Ernten und das russische Importverbot drücken auf die Agrarpreise in Deutschland. Dadurch verlor der Agrar-Rohstoffindex im September 2014 gegenüber dem Vormonat weitere 2,7 Punkte.

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Im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Rückstand des Agrarrohstoffindex 13 Punkte oder 9 Prozent. Ähnlich tief war das Niveau zuletzt im Herbst 2010, berichtet die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) in Bonn. Die Aussicht auf eine komfortable globale Versorgung mit Getreide und der Beginn der Rekordernten bei Mais und Sojabohnen in den USA drücken die Kurse. Gleichzeitig ist die Nachfrage sehr verhalten.
 
 
Das geringere Rohstoffangebot aus Deutschland aufgrund der verminderten Abgabebereitschaft der Erzeuger wird von den Verarbeitern durch mehr Importware kompensiert. Das könnte auch in den kommenden Monaten so weitergehen.

Absatzprobleme am Schweinemarkt

Die anhaltenden Absatzprobleme im nationalen und internationalen Fleischhandel haben sich zuletzt zunehmend auf den Schweinemarkt ausgewirkt. Ein Rückgang des Vereinigungspreises um 19 Cent/kg innerhalb von drei Wochen war die Folge. Eine ausgeglichene Marktlage ist wohl erst in der zweiten Oktoberhälfte zu erwarten, so die AMI-Experten.

Milchpreise tendieren schwächer

Bei den Milchpreisen haben sich die schwächeren Tendenzen fortgesetzt. Vor dem Hintergrund der deutlich reduzierten Notierungen für Molkereiprodukte sowie des von Russland verhängten Importembargos zeichnet sich in der BRD die saisonal übliche Erholung bei den Erzeugerpreisen im Herbst nicht ab.
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